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Landwirte kämpfen weiter mit Folgen der Schweinepest

09.03.2021 - Etwa ein halbes Jahr nach Auftreten des ersten Falls von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Brandenburg haben die Landwirte weiter mit den Folgen zu kämpfen. Die ständig drohende Gefahr der Ausbreitung der Tierseuche sei für die Bauern ein sehr großes Problem, sagte Landesbauernpräsident Henrik Wendorff der Deutschen Presse-Agentur. «Was derzeit den Landwirten aber auch große Sorgen bereitet, ist der lange Zeitraum, auf den sie sich noch einstellen müssen. Wir wissen ja, dass frühestens 12 Monate nach den letzten infizierten Wildschweinen Maßnahmen gelockert werden können», so Wendorff. Dieser Zeitraum verlängere sich ständig, weil immer noch infizierte Wildschweine gefunden werden.

  • Ein Schild mit der Aufschrift «Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen, Pufferzone» hängt an einem Verkehrsschild. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schild mit der Aufschrift «Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen, Pufferzone» hängt an einem Verkehrsschild. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Massiv betroffen von den Restriktionsmaßnahmen in der betroffenen Region sind ihm zufolge derzeit etwa 20 Schweinehalter. Dazu komme die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe mit Ackerflächen. Es gebe nach wie vor Einschränkungen in der Flächenbewirtschaftung. Insgesamt gehe es in dem betroffnen ASP-Gebiet um 150 000 Hektar, schätzte er ein. Abzuwarten bleibe, ob die Verluste ausgeglichen werden. Da gebe es noch viel Rechtsunsicherheit, kritisierte Wendorff.

Mit Blick auf das Krisenmanagement forderte er ein stärkeres Engagement vom Bund. Die ASP-Gebiete in Brandenburg spielten deutschland- und europäischweit eine Rolle. Es sei ein «hoher Seuchendruck» aus Polen entstanden, betonte der Landesbauernpräsident. Das Nachbarland sei mit der Bekämpfung der Schweinepest vielleicht überfordert. Wendorff schlug zum besseren Schutz vor der Tierseuche den Aufbau von zweiten Schutzlinien vor. Die örtlichen Akteure stießen an die Grenzen der Seuchenbekämpfung. «Wir sind an dem Punkt, wo Bund, Land und Landkreise eng zusammenarbeiten müssen.»

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