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Leag: Revierkonzept soll Grundlage für Kohleausstieg sein

03.07.2020 - Mit Blick auf das Kohleausstiegsgesetz sieht sich das Energieunternehmen Leag durch das geplante Lausitzer Revierkonzept nach eigenen Angaben für die kommenden Jahre gerüstet. Das Konzept solle die Grundlage bilden, das Kerngeschäft bis Ende 2038 plan- und verantwortungsvoll zu betreiben und zum Abschluss zu bringen, sagte Leag-Sprecher Thoralf Schirmer der Deutschen Presse-Agentur. Es werde voraussichtlich im September vorliegen und sich an den Vorgaben des Kohleausstiegsgesetzes orientieren. «Wir gehen davon aus, dass diese verbindlich sind und verbindlich bleiben», sagte Schirmer. Das Energieunternehmen ist mit etwa 8000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber in der Region.

  • LEAG-Pressesprecher Thoralf Schirmer. Foto: Miriam Schönbach/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    LEAG-Pressesprecher Thoralf Schirmer. Foto: Miriam Schönbach/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bundestag und Bundesrat wollen an diesem Freitag zentrale Gesetze zum Kohleausstieg beschließen. So geht es um ein Gesetz mit einem konkreten Fahrplan zum Kohleausstieg bis spätestens 2038 sowie um ein Gesetz zur Strukturstärkung. Betreiber von Braunkohlekraftwerken und Tagebauen sollen für das vorzeitige Abschalten von Kraftwerken Entschädigungen von insgesamt 4,35 Milliarden Euro bekommen, dafür gibt es einen festen Fahrplan. Der Tagebau Jänschwalde wird nach Angaben der Leag planmäßig Ende 2023 die Kohleförderung beenden.

Das Unternehmen rechnet nach Aussage von Leag-Finanzvorstand Markus Binder mit Mehrkosten infolge des beschleunigten Personalabbaus und für die Wiedernutzbarmachung der Bergbaufolgelandschaften.

Für die kommenden Jahre will sich das Energieunternehmen breiter aufstellen und neue Geschäftsfelder erschließen. Darunter sind der Leag zufolge Beteiligungen am Wasserstoffreferenzkraftwerk-Projekt in Schwarze Pumpe oder an Stromspeichertechnologien wie der BigBattery Lausitz in Schwarze Pumpe, die als größter Batteriespeicher Europas dieser Art gilt. Dadurch sollen so viele Mitarbeiter wie möglich eine langfristige Perspektive erhalten. Betriebsbedingte Kündigungen wolle man auch damit «soweit als möglich» vermeiden.

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