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Libyen-Konferenz in Berlin: Teile des Stadtzentrums gesperrt

19.01.2020 - Berlin (dpa/bb) - Wegen der Libyen-Friedenskonferenz sind Teile des Berliner Regierungsviertels am Sonntag abgeriegelt worden. Die Verkehrseinschränkungen sollten sich aber auf das Zentrum beschränken, wie ein Polizeisprecher am Morgen mitteilte. Nach dpa-Informationen war am Morgen bereits die Ebertstraße zwischen Potsdamer Platz und Brandenburger Tor gesperrt, auch das Holocaust-Denkmal wurde abgeriegelt. An vielen Stellen standen Polizisten mit Maschinenpistolen. Auch der Pariser Platz war nur eingeschränkt zugänglich. Vor dem Hotel Adlon wurde mit Spiegeln unter die Fahrzeuge der Diplomaten geschaut, auch Spürhunde wurden eingesetzt.

  • Polizeibeamte sichern das Regierungsviertel und das Bundeskanzleramt während der Libyen-Konferenz. Foto: Kay Nietfeld/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Polizeibeamte sichern das Regierungsviertel und das Bundeskanzleramt während der Libyen-Konferenz. Foto: Kay Nietfeld/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im Rahmen der Konferenz waren am Sonntag rund 4500 Polizisten in Berlin im Einsatz. Rund um den Potsdamer Platz kam es laut Polizei immer wieder kurzfristig zu Sperrungen, wenn die Staats- und Regierungschefs ihre Hotels verließen oder ankamen. Auf dem Platz gab es kleinere Demonstrationen, am Vormittag versammelten sich dort mehr als 100 Anhänger des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Die Polizei bewachte Hotels und Botschaften, in denen die Staatsgäste absteigen. Scharfschützen postierten sich auf umliegenden Dächern. Auf der Spree war die Wasserschutzpolizei mit Booten präsent, im Regierungsviertel waren die Brücken über den Fluss gesperrt. Auch zwischen Bundestag und Bundeskanzleramt gab es kein Durchkommen.

Zur Friedenskonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wurden Vertreter aus mehr als zehn Ländern erwartet, darunter der US-Außenminister Mike Pompeo, der russische Staatschef Wladimir Putin und sein Außenminister Sergej Lawrow, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Die Bundesregierung erhofft sich von dem Gipfeltreffen Fortschritte auf dem Weg zu einer Friedenslösung im nordafrikanischen Libyen.

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