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Liedermacher Wolf Biermann in Stasiopfer-Gedenkstätte

07.07.2019 - Berlin (dpa/bb) - Beim Tag der offenen Tür hat der Liedermacher Wolf Biermann an diesem Sonntag in der Berliner Stasiopfer-Gedenkstätte gesungen. Kurz vor Beginn des Open-Air-Konzertes sprach der 82-Jährige auf der Bühne mit der früheren Stasiunterlagen-Beauftragten und einstigen DDR-Oppositionellen Marianne Birthler über seine Erfahrungen in der DDR.

  • Liedermacher Wolf Biermann. Foto: Michael Kappeler/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Liedermacher Wolf Biermann. Foto: Michael Kappeler/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit bezeichnete Biermann als «Lemuren des Teufels». «Sie waren nur die Helfershelfer der wirklich Mächtigen.» Der Sänger lebte jahrelang in der DDR und galt als einer der radikalsten Kritiker der SED-Diktatur. Einem Auftritts- und Publikationsverbot im Jahr 1965 folgte die Ausbürgerung des Sängers während eines Gastspiels in Köln 1976.

Der Live-Auftritt Biermanns war Höhepunkt eines Tages voller Ausstellungen, Sonderführungen und Interviews mit Zeitzeugen im Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit. Vor einem begeisterten Publikums sang der Liedermacher einige seiner bekanntesten Lieder, darunter die «Stasi-Ballade» und die «Ballade vom preußischen Ikarus».

An der Gedenkstätte in Hohenschönhausen wird an politische Willkür und Unrecht erinnert. Einstige Häftlinge führen Besucher durch original erhaltene Zellen und Verhörräume. Mehr als 11 000 Menschen waren bis 1989 in Hohenschönhausen eingesperrt. Im Vorjahr kamen laut Kulturverwaltung etwa 470 000 Interessierte.

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