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Linke-Politiker fordern «radikale Absenkung der Kontakte»

19.01.2021 - Die Berliner Linke-Politiker Sören Benn und Tobias Schulze haben in der Corona-Pandemie einen strikten Lockdown und eine Verringerung der Kontakte auf ein Minimum gefordert. «Es ist zu spät für Halbherzigkeiten», erklärten der Bezirksbürgermeister von Pankow und der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion im Abgeordnetenhaus in einem Gastbeitrag im «Tagesspiegel» (Dienstag). «Nur mit einer weiteren radikalen Absenkung der Kontakte werden wir die Inzidenzen auf ein beherrschbares Niveau unter 50, besser unter 25 und weiter möglichst nahe an null kommen.» Die Inzidenz beziffert die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

  • Ein Banner mit dem Logo der Partei Die Linke. Foto: Lukas Schulze/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Banner mit dem Logo der Partei Die Linke. Foto: Lukas Schulze/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Benn und Schulze argumentierten, die Kontakte müssten um Dreiviertel reduziert werden. «Das ist ohne einen gemeinsamen Kraftakt, einen solidarischen echten Lockdown für zwei, drei oder vier Wochen, der das Arbeitsleben einbezieht und unser aller Kontakte auf ein Minimum bringt, nicht zu schaffen.»

Noch immer seien mehr Menschen in der Stadt unterwegs als während des ersten Lockdowns im vergangenen Frühjahr. «Die Politik muss den Menschen nicht nur Dinge verbieten, sondern sie muss ihnen auch ermöglichen, die Kontakte zu reduzieren.» Die Menschen dürften nicht in Bahnen und Busse gezwungen werden, nicht in Großraumbüros oder Fabrikhallen oder zu Höchstleistungen im Homeoffice. «Alles, was nicht für den täglichen Bedarf notwendig ist, muss jetzt nicht produziert, transportiert und gehandelt werden.»

Ein solcher echter Lockdown sei hart nach all den Wochen ohne Spaß, Gemeinsamkeit und Nähe. «Gehen wir ihn strukturiert an - planen wir Regelungen für das Privatleben, die Infektionsschutz gewährleisten und Einsamkeit vermeiden», so Benn und Schulze. Die beiden forderten unbürokratische Wirtschaftshilfen und mehr Schnelltests und Impfungen für Pflegeheime und Krankenhäuser. «Bereiten wir die Bildungseinrichtungen auf vier Wochen Fernunterricht vor, erlassen wir Prüfungsdruck und Klassenarbeiten.»

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