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Linke warnt vor Grundwasser-Versalzung durch Tesla-Fabrik

29.09.2020 - Die Linke-Opposition im Brandenburger Landtag fordert einen regelmäßigen Bericht über die Frage der Versalzung des Grundwassers wegen der Fabrik von US-Elektroautobauer Tesla in Grünheide. «Ich möchte jetzt von der Landesregierung wissen, wie sie sicherstellt, dass tatsächlich Risiken minimiert oder ausgeschlossen werden können», sagte der Parlamentarische Geschäftsführer Thomas Domres am Dienstag in Potsdam. Er sehe weiter viele offene Fragen. Ob das Land Tesla schließlich eine Genehmigung erteilen werde, könne er nicht sagen. «Und ich bin (...) überhaupt nicht sicher, ob diese Genehmigung dann nicht beklagt wird.»

  • Blick über die Baustelle der Tesla Gigafactory. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Blick über die Baustelle der Tesla Gigafactory. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Tesla will von Sommer 2021 an in Grünheide bei Berlin mit etwa 12 000 Beschäftigten zunächst bis zu 500 000 Elektroautos im Jahr herstellen. Die umweltrechtliche Genehmigung des Landes fehlt bisher, Tesla baut über mehrere vorläufige Zulassungen. Umweltschützer sehen auch angesichts von Trockenheit die Gefahr eines Aufstiegs von Salzwasser, das ins Grundwasser gelangen könnte. Sie befürchten zudem eine Knappheit von Trinkwasser in der Region. Die Linksfraktion wertete die Einrichtung der Arbeitsgruppe Wasserperspektiven im östlichen Berliner Umland positiv, sie komme aber zu spät.

Der Parlamentarische Geschäftsführer betonte trotz der Kritik: «Wir alle sollten ein Interesse haben, dass Tesla ein Erfolg wird.» Zunächst müssten aber offene Fragen beantwortet werden.

In Erkner debattieren Kritiker seit Mittwoch vergangener Woche mit dem Landesumweltamt über die Auswirkungen des Projekts auf die Umwelt. Nachdem das Thema Wasser mehrere Tage lang im Zentrum stand, ging es am Dienstag einen Schritt weiter. Inzwischen wird über Auswirkungen wie Luftschadstoffe beraten. Rund 50 Kritiker, die auch Einwände beim Land eingereicht hatten, waren dort. Die Anhörung geht aber weiter in die Verlängerung.

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