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Mann entführt und erpresst: Angeklagter schweigt

19.09.2018 - Berlin (dpa/bb) - Fast anderthalb Jahre nach der Entführung eines Rentners in Berlin-Kreuzberg hat einer der Angeklagten am Mittwoch vor dem Landgericht Berlin geschwiegen. Der 35-Jährige soll einer von drei mutmaßlichen Tätern gewesen sein, die den 65-jährigen Rentner im Mai 2017 in einen Transporter gezerrt, geschlagen und mit einer Pistole bedroht haben sollen, um die Herausgabe von Geld zu erpressen. Der Geschädigte sagte zu Prozessbeginn am Mittwoch, er habe Todesangst durchlitten. Er sei nicht vermögend und könne sich nicht erklären, warum er erpresst werden sollte.

  • Ein Schild am Eingang mit der Aufschrift «Landgericht Berlin». Foto: Paul Zinken/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Schild am Eingang mit der Aufschrift «Landgericht Berlin». Foto: Paul Zinken/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Angeklagte war im August 2017 unter Verdacht geraten. Damals waren bei einer Polizeikontrolle in seinem Auto neben Drogen auch Dokumente des 65-Jährigen sichergestellt worden. Zudem sei eine DNA-Spur an einem bei der Tat benutzten Kabelbinder voraussichtlich dem 35-Jährigen zuzuordnen, hieß es im Prozess. Laut Anklage soll der gelernte Immobilienkaufmann Fahrer des Entführungsautos gewesen sein.

Der Rentner sagte, er habe sich Tabak kaufen wollen, als ein Wagen neben ihm gehalten habe. «Ein Mann fragte mich nach einer Straße, plötzlich wurde ich in den Wagen gezogen.» Ob der Angeklagte zu den Entführern gehörte, könne er nicht sagen. Die Täter hätten seinen Kopf stets nach unten gedrückt.

«Ich wurde immer wieder geschlagen und nach Geld gefragt», schilderte der 65-Jährige. Die Entführer hätten ihn zu einem Feld gebracht. «Ich musste mich hinknien und wurde gefesselt.» Einer der Männer habe ihm eine Pistole an den Kopf gehalten. Schließlich hätten sie ihn von ihm abgelassen. Der Prozess wird am 21. September fortgesetzt.

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