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Kiloweise Kokain in doppeltem Boden: Angeklagter schweigt

17.01.2019 - Berlin (dpa/bb) - Ein 69-Jähriger, der in Reisegepäck mit doppeltem Boden kiloweise Kokain geschmuggelt haben soll, schweigt vor Gericht. Der Angeklagte soll als mutmaßlicher Kurier Rauschgift von den Niederlanden über Berlin nach Israel transportiert haben. Laut Anklage soll er an einem Schmuggel von insgesamt 19 Kilogramm Kokain beteiligt gewesen sein. Der Mann mit israelischer und lettischer Staatsangehörigkeit erklärte zu Prozessbeginn vor dem Landgericht am Donnerstag, er werde sich derzeit nicht äußern.

  • Kokain aus einem großen Kokainfund wird vorgestellt. Foto: Christian Charisius/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kokain aus einem großen Kokainfund wird vorgestellt. Foto: Christian Charisius/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Laut Anklage hat der 69-Jährige in zwei Fällen in Amsterdam von Hintermännern Kokain übernommen. Unterstützer habe er danach ausgesucht, «dass sie wie er bereits älter waren und wegen scheinbarer Gebrechlichkeit seltener kontrolliert werden würden». Für seine Tätigkeit habe der Mann eine bislang unbekannte Summe erhalten.

Im Juni 2018 soll dem 69-Jährigen in Amsterdam ein Koffer mit sechs Kilogramm Drogen im doppelten Boden übergeben worden sein. Per Zug habe er das Rauschgift nach Berlin und dann mit dem Flugzeug weiter nach Tel Aviv geschmuggelt. Im zweiten Fall habe der Angeklagte in Amsterdam zwei Koffer mit insgesamt 13 Kilogramm Kokain erhalten. Mit einem dieser Koffer sei er am Flughafen Berlin-Tegel festgenommen worden. Mit dem zweiten Koffer mit Drogen sei ein Komplize nach Israel geflogen und am Flughafen Tel Aviv gefasst worden.

Das Landgericht stellte dem Angeklagten bei einem Geständnis eine Strafe von sechs bis sieben Jahren Haft in Aussicht. Ob es zu einer Verständigung kommt, blieb zunächst offen. Der Prozess wird am 22. Januar fortgesetzt.

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