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Maskenpflicht in Bussen und Bahnen wird nicht kontrolliert

22.04.2020 - Der Senat spricht zwar von Maskenpflicht. Aber ob sie eingehalten wird, soll nicht kontrolliert werden. Bußgelder drohen auch nicht. Der Regierende Bürgermeister setzt auf die Einsicht der Berliner.

  • Aufnahme einer Atemschutzmaske vom Typ FFP3. Foto: Friso Gentsch/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Aufnahme einer Atemschutzmaske vom Typ FFP3. Foto: Friso Gentsch/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Vom kommenden Montag an gilt in Berlin wegen der Corona-Pandemie Maskenpflicht in Bussen und Bahnen - kontrolliert wird sie aber nicht. «Ziel des Senats ist es, das Ansteckungsrisiko im ÖPNV so gering wie möglich zu halten», teilte ein Sprecher der Senatsverkehrsverwaltung am Mittwochabend mit. Die Pflicht, in Bussen und Bahnen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, werde vorerst ohne Kontrollen oder Bußgelder eingeführt. «Wir gehen davon aus, dass die Menschen sich daran halten, werden die Situation in den Fahrzeugen aber beobachten und gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergreifen.»

Zuvor hatten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bereits betont, die Maskenpflicht nicht kontrollieren zu wollen. «Wir werden an die Fahrgäste appellieren. Wir werden sagen, Leute, macht das, das ist eine gute Sache. Wir begrüßen das auch», sagte eine Sprecherin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

«Aber wenn Sie draußen stehen vor dem Bus, und Sie haben keine Maske, darf der Busfahrer Ihnen den Zutritt nicht verweigern - auch wenn andere Fahrgäste sagen, lasst den nicht rein. Das geht nicht, er muss ihn reinlassen.» Die BVG werde ab diesem Mittwoch über die Maskenpflicht informieren, in den U-Bahnhöfen genauso wie über die Social-Media-Kanäle.

Ähnlich sieht es in den S-Bahnen aus. «Für die Einhaltung der Maskenpflicht und für die Kontrolle ist das Land Berlin zuständig. Das liegt nicht in unserer Verantwortung», sagte eine Bahnsprecherin. Um den Mundschutz müssen sich die Fahrgäste selbst kümmern: «Wir statten unser Personal mit Masken aus, aber wir bitten die Berlinerinnen und Berliner, dass sie sich selber eine Maske kaufen oder nähen.»

Auch die BVG will Masken weder verteilen noch verkaufen. Angesichts der erwarteten steigenden Zahl der Fahrgäste sei das nicht machbar, sagte die Sprecherin. «Unsere Mitarbeiter haben natürlich Masken. Wenn ein Kontrolleur kommt, hat der auch eine Maske, das ist klar.» Die Kontrollen seien zuletzt deutlich zurückgefahren worden. «Die werden wir langsam wieder hochfahren», kündigte die Sprecherin an. Es gebe derzeit noch Kontrollen, aber meistens nicht in den Fahrzeugen, sondern an Endbahnhöfen.

Der Senat hatte die ab Montag geltende Maskenpflicht am Dienstag beschlossen. Als ausreichende Mund-Nasen-Bedeckung gelten nicht nur einfache OP-Masken oder selbstgenähte Modelle, sondern auch ein Tuch oder ein Schal. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte nach der Senatssitzung, bei Missachtung der Maskenpflicht drohe zunächst kein Bußgeld. Die Berliner hätten sich bisher diszipliniert an die in der Corona-Krise geltenden Regeln gehalten. Im ÖPNV gebe es außerdem eine starke soziale Kontrolle durch andere.

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