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Mehr Versuchstiere in Brandenburg

29.01.2020 - Potsdam (dpa/bb) - Die Zahl der Versuchstiere in Brandenburg ist deutlich gestiegen. Im Jahr 2018 seien 19 790 Tiere für wissenschaftliche Zwecke verwendet worden. Das geht aus Zahlen des Bundeslandwirtschaftsministeriums hervor. Das waren 5178 mehr als im Jahr 2017 (14 612). Dabei wurden nicht die Tiere mitgezählt, die bereits zuvor schon einmal verwendet wurden.

  • Eine Maus sitzt auf der Hand einer Laborantin. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Maus sitzt auf der Hand einer Laborantin. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Rund 18 000 Tiere wurden im Jahr 2018 in Versuchen eingesetzt, mehr als 2000 wurden für wissenschaftliche Zwecke getötet. Knapp zwei Drittel der Versuchstiere waren den Angaben zufolge Mäuse, ein Fünftel Fische. Affen wurden in Brandenburg nicht für Tierversuche eingesetzt.

Deutschlandweit kamen laut Bundesministerium rund 2,8 Millionen Tiere in der Wissenschaft zum Einsatz. Fast die Hälfte davon diente der Grundlagenforschung, beispielsweise im Bereich des Immun- und Nervensystems. Bei etwa 15 Prozent ging es um die Forschung an Krankheiten von Menschen und Tieren, etwa von Krebs- oder Nervenerkrankungen. Jedes vierte Tier wurde für die Herstellung, Qualitätskontrolle oder Sicherheitsprüfungen von Arzneimitteln verwendet.

«Tierversuche müssen auf das absolut notwendige Maß beschränkt werden und Versuchstiere den bestmöglichen Schutz bekommen», betonte eine Sprecherin des Ministeriums. Um Alternativmethoden zu entwickeln und die zugehörige Forschung voranzutreiben, würden verschiedene Projekte initiiert und unterstützt - mit dem Ziel, «Tierversuche möglichst schnell durch alternative Methoden zu ersetzen beziehungsweise die Anzahl verwendeter Versuchstiere zu reduzieren».

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