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Mehr als 150 Kräfte im Einsatz: Bombe in Potsdam gesprengt

17.12.2019 - Es ist die 202. Weltkriegsbombe, die in Potsdam seit dem Jahr 1990 gefunden wurde. Eigentlich sollte der Blindgänger entschärft werden. Doch der Sprengmeister entschied anders.

  • Das Wappen des Kampfmittelbeseitigungsdiensts (KMBD), einem Zentraldienst der Polizei. Foto: Julian Stähle/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Wappen des Kampfmittelbeseitigungsdiensts (KMBD), einem Zentraldienst der Polizei. Foto: Julian Stähle/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Potsdam (dpa/bb) - Eine 100 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Dienstag in Potsdam gesprengt worden. Zunächst sollte der Blindgänger sowjetischer Herkunft entschärft werden. Doch um kurz nach 10.00 Uhr teilte die Stadt auf ihrer Internetseite mit: «Die Bombe kann nicht entschärft werden, Mike Schwitzke bereitet jetzt die Sprengung vor.» Schwitzke ist der Sprengmeister.

800 Meter rund um die Sprengung in der Pirschheide in Potsdam wurde am Morgen ein Sperrkreis eingerichtet. 152 Kräfte sicherten das Gebiet ab - darunter Feuerwehrleute, Polizisten und Mitarbeiter der Stadt. Im Sperrgebiet lagen ein Hotel und ein Wassersportclub. Beide Einrichtungen waren im Vorfeld informiert worden. Darüber hinaus waren keine weiteren Gebäude betroffen.

Für die Sprengung wurde die Bombe 30 Meter vom Fundort entfernt tiefer in das Waldgebiet gebracht und dort zwei Meter tief in den Boden gebuddelt, mit Sand bedeckt und kontrolliert gesprengt, wie die Stadt mitteilte. «Der Krater hinterließ ein Loch von fünf Metern Durchmesser. Es war eine Splittersprengbombe. Sie wurde mit dem Bagger vor der Sprengung verlagert», hieß es. Um kurz nach 11.00 Uhr wurde der Sperrkreis dann von der Einsatzleitung aufgehoben.

Auch im Verkehr gab es Einschränkungen: Die Zeppelinstraße zwischen den Bahnhöfen Pirschheide und Geltow wurde gesperrt. Die Regionalbahnlinie 23 war unterbrochen. Die Busse der Linien 580 und 631 wurden umgeleitet.

Es war die 202. Weltkriegsbombe, die seit dem Jahr 1990 in Potsdam gefunden wurde. Der Blindgänger war nach Angaben der Stadt bei der systematischen Kampfmittelsuche entdeckt worden. Er lag 40 Zentimeter unter der Erde.

Nach Angaben des Innenministeriums weist Brandenburg den höchsten Anteil an munitionsbelasteten Gebieten aller Bundesländer auf. Schwerpunkte bilden demnach Oranienburg, Potsdam, die Oder-Neiße-Linie und der Bereich südlich von Berlin.

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