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Meiste Berliner halten sich an Corona-Regeln

12.04.2020 - Es gehört schon viel Disziplin dazu, bei dem sommerlichen Osterwetter die Corona-Regeln einzuhalten. In Berlin tanzt aber nur eine Minderheit aus der Reihe. Ausrutscher gibt es an dem einen oder anderen Ausflugsziel - und bei zwei Versammlungen im Stadtzentrum.

  • Menschen sind während des Sonnenuntergangs auf dem Tempelhofer Feld unterwegs. Foto: Christophe Gateau/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Menschen sind während des Sonnenuntergangs auf dem Tempelhofer Feld unterwegs. Foto: Christophe Gateau/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Trotz sommerlicher Temperaturen haben sich die meisten Berlinerinnen und Berliner am Ostersonntag an die Corona-Regeln gehalten. Die Parks und Grünanlagen seien gut besucht gewesen, die meisten Menschen hätten jedoch auf den Mindestabstand von eineinhalb Metern geachtet, sagte eine Polizeisprecherin. Am späten Nachmittag sprach die Polizei von einer entspannten Lage.

Allerdings beobachteten dpa-Reporter beispielsweise im Tiergarten in Mitte vereinzelt größere Gruppen. Am Jagdschloss Grunewald genossen hunderte Menschen das schöne Wetter am Wasser, ohne sich groß um das Kontaktverbot zu kümmern. Dort hatte auch ein Bierstand geöffnet. In der Stadt seien mehr Radfahrer als sonst unterwegs, hieß es. An der Krummen Lanke in Dahlem aalten sich viele spärlich bekleidete Menschen in der Sonne. Auch der Volkspark Wilmersdorf, rechts und links von der Bundesallee, war wieder gut gefüllt. Dort wurde Federball und Fußball gespielt - alles recht diszipliniert.

Bei Temperaturen von bis zu 24 Grad kontrollierten rund 500 Polizeibeamte die Einhaltung der Maßnahmen zur Eindämmung des Virus. Auch auf dem Wasser und an den Seen wurde nachgeschaut. In den Wäldern der Stadt unterstützten Beamte der Bundespolizei auf Pferden die Kontrollen.

Am Karsamstag war es nachmittags noch zu zwei Zwischenfällen gekommen. Fast 400 Menschen hatten sich zu einer Demonstration gegen die Aussetzung der Grundrechte am Rosa-Luxemburg-Platz in Mitte versammelt. Bei einem harten Kern von Teilnehmern, der sich nicht habe entfernen wollen, sei es zum Zweck der Identitätsfeststellung zu «vorübergehenden Freiheitsbeschränkungen» gekommen, teilte die Polizei mit. Eine Kundgebung am Leopoldplatz in Wedding für einen besseren Schutz Geflüchteter vor dem Virus war zuvor ähnlich verlaufen.

Tagsüber waren der jüngsten Bilanz zufolge rund 670 und während der Nacht etwa 200 Polizisten im Stadtgebiet unterwegs. Sie hätten 27 Objekte sowie 1784 Menschen überprüft, hieß es. So beendeten die Beamten etwa Partys in Schöneberg und Moabit mit jeweils 14 Feiernden. Unter dem Strich standen bei den Kontrollen schließlich neun Strafanzeigen und 105 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten. Insgesamt sei es in der Nacht zu Sonntag aber eher ruhig geblieben.

Seit dem 23. März (Inkrafttreten der Kontaktsperre) registrierte die Polizei 1392 Ordnungswidrigkeiten als Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz (Stand Sonntagmorgen).

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