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DWD: Den Osten träfe weiterer Dürresommer besonders schlimm

24.04.2019 - Offenbach (dpa) - Bei anhaltender Trockenheit könnte ein weiterer Dürresommer die östlichen Bundesländer aus Sicht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) besonders stark treffen. Vor allem in Sachsen-Anhalt und Thüringen sei die Bodenfeuchte bereits so niedrig wie im Juli 2018. Selbst wenn es noch viel regnen sollte, bleibt sie den Schätzungen zufolge bis in den Sommer hinein unter dem vieljährigen Mittelwert. «Sollte die trockene Witterung in den kommenden Monaten anhalten, könnte sich die Dürre des Jahres 2018 wiederholen oder sogar übertroffen werden», sagte der Leiter der DWD-Agrarmeteorologie, Udo Busch, in Offenbach.

  • Eine Kuh steht auf einer trockenen Weide in den Elbauen bei Schönebeck in Sachsen-Anhalt. Foto: Peter Förster/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Kuh steht auf einer trockenen Weide in den Elbauen bei Schönebeck in Sachsen-Anhalt. Foto: Peter Förster/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach Einschätzung des DWD könnte ganz Deutschland auf einen weiteren Dürresommer zusteuern. Zum Beginn der Vegetationsperiode seien die Böden in vielen Regionen deutlich trockener als im vieljährigen Durchschnitt - und sogar trockener als im April des vergangenen Jahres.

Damals konnten Pflanzen und Bäume mit langen Wurzeln noch die Feuchtigkeit aus tiefen Bodenschichten ziehen und kamen so gut über die Trockenheit hinweg. Diese Wasserspeicher seien in diesem Jahr jedoch «weit weniger gut gefüllt». Ein Dürresommer würde daher nicht nur die Landwirtschaft erneut hart treffen, sondern dieses Mal auch die Forstwirtschaft, schätzt der DWD. «Die Startbedingungen für die Vegetation sind 2019 in vielen Gebieten Deutschlands deutlich schlechter als im Vorjahr», sagte Busch.

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