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Ministerin Ernst hofft auf Öffnung aller Schulen bis Ostern

24.02.2021 - Kinder und Jugendliche leiden unter den Schulschließungen, Corona-Kontaktbeschränkungen und fehlenden Freizeitangeboten am meisten - so weit sind sich alle Fraktionen im Landtag einig. Doch bei der Suche nach Gegenmaßnahmen herrscht weiter großer Streit.

  • Britta Ernst (SPD), Brandenburger Ministerin für Bildung, Jugend und Sport. Foto: Soeren Stache/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Britta Ernst (SPD), Brandenburger Ministerin für Bildung, Jugend und Sport. Foto: Soeren Stache/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) setzt darauf, trotz der Corona-Pandemie alle Schulen im Land bis Ostern wieder öffnen zu können. «Es ist gut, dass die Grundschulen wieder geöffnet sind - das ist ein erster entscheidender Schritt, die Rahmenbedingungen für unsere Kinder und Jugendlichen zu verbessern», sagte Ernst am Mittwoch in der Aktuellen Stunde des Landtags. Diesem Schritt müssten aber schnell weitere folgen, betonte Ernst. «Ich hoffe, dass im Laufe des März auch die weiterführenden Schulen im Wechselunterricht wieder öffnen können und dass Jugendangebote und Sport im Freien wieder möglich wird.»

Die Linke-Fraktion hatte die Aktuelle Stunde zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie bei Kindern und Jugendlichen beantragt. Denn nach verschiedenen Studien hätten bei dieser Gruppe Depressionen, psychosoziale Störungen und Folgen von Bewegungsmangel deutlich zugenommen, betonten Redner aller Fraktionen.

Die Abgeordnete Kathrin Dannenberg forderte für die Linke-Fraktion einen Expertentisch zur Bildung, in dem Vertreter von Verbänden und Wissenschaftler die besten Konzepte für die Bewältigung der Lernrückstände und anderer Probleme erarbeiten sollten. Dies lehnten die rot-schwarz-grünen Koalitionsfraktionen jedoch ab. Ernst und der CDU-Bildungsexperte Gordon Hoffmann wiesen darauf hin, dass es regelmäßige Beratungen mit Experten sowie mit dem Landeseltern- und Landesschülerrat zu Maßnahmen wie Wechselunterricht in der Schule und zu Hause oder Abschlussprüfungen gebe.

Der AfD-Abgeordnete Dennis Hohloch verwies darauf, dass sich laut Studien die effektive Lernzeit der Kinder im Distanzunterricht halbiert habe. «Schon vor der Pandemie war es um die Bildung in Brandenburg nicht gut bestellt - können Sie sich vorstellen, wie es nun aussieht?», fragte er. Hohloch forderte von Ernst neue Ansätze für das laufende Schuljahr und darüber hinaus. Dabei müsse sich der Unterricht auf die Kernfächer konzentrieren und auch Samstagsunterricht zur Aufarbeitung der Lernrückstände eingeführt werden. Der entsprechende Antrag der AfD wurde vom Landtag abgelehnt.

Angenommen wurde der Antrag der Koalitionsfraktionen, in dem die Landesregierung aufgefordert wird, freiwillige pädagogische Angebote zum Abbau der Lernrückstände und entsprechende Angebote in den Ferien zu finanzieren. Außerdem sollen studentische Assistenten in den Schulen bis Ende des Jahres weiter beschäftigt werden.

Nach Angaben des Bildungsministeriums sind alle 485 Primarschulen in öffentlicher Trägerschaft am Montag erfolgreich in den Wechselunterricht gestartet. Gut die Hälfte der Schulen habe sich entschieden, die auf maximal 15 Schüler reduzierten Lerngruppen an bestimmten Wochentagen wechselweise in der Schule und zu Hause zu unterrichten. Knapp 47 Prozent der Schulen entschieden sich für einen wochenweisen Wechsel, und fast 3 Prozent organisierten ein Schichtmodell mit Unterricht am Vormittag oder am Nachmittag.

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