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Ministerin wirbt für mehr Platz für Flüchtlinge: Corona

01.05.2020 - In mehreren Flüchtlingsunterkünften in Brandenburg sind gehäuft Corona-Infektionen aufgetreten. Das führt dazu, dass einige unter Quarantäne stehen, weil das Infektionsrisiko groß ist. Gesundheitsministerin Nonnemacher sagt, was helfen könnte.

  • Ursula Nonnemacher (Grüne), Gesundheitsministerin von Brandenburg, bei einer Pressekonferenz. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ursula Nonnemacher (Grüne), Gesundheitsministerin von Brandenburg, bei einer Pressekonferenz. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Flüchtlinge in größeren Sammelunterkünften in Brandenburg sollten nach Ansicht von Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher mehr Platz bekommen. «Mehr Platz für die Bewohnerinnen und Bewohner ist nicht nur infektionsschutztechnisch zu begrüßen», sagte Nonnemacher, die auch Vize-Ministerpräsidentin ist, der Deutschen Presse-Agentur. «Auch für eine gelungene Integration von Geflüchteten ist die Unterbringung in Wohnungen und Wohnverbünden den großen Gemeinschaftsunterkünften in jedem Fall vorzuziehen.» Dafür setze sie sich seit Jahren ein, sagte die Grünen-Politikerin.

In mehreren Flüchtlingseinrichtungen häuften sich zuletzt Corona-Infektionen. In einer Unterkunft in Hennigsdorf im Kreis Oberhavel wurden bisher 68 Corona-Infektionen bestätigt. Die ganze Einrichtung steht unter Quarantäne - bis vorerst 12. Mai. In der kommenden Woche werden neue Testergebnisse erwartet. In einer Einrichtung für Geflüchtete in Stahnsdorf im Kreis Potsdam-Mittelmark wurden neun Menschen isoliert, nachdem mehrere Bewohner positiv auf das Virus getestet waren. In Potsdam steht eine Unterkunft unter Quarantäne, wo 6 von 24 Bewohner infiziert sind.

Die Gesundheitsministerin bat die Kreise und kreisfreien Städte um schnelle und pragmatische Lösungen im Einzelfall. «Das ist sicher nicht immer einfach auch mit Blick auf den jeweiligen regionalen Wohnungsmarkt», sagte Nonnemacher. «Ich habe Respekt vor dem, was die Landkreise gerade leisten, die unter hohem Handlungsdruck stehen. Ich denke, dass manches nach der Krise in einem anderen Licht diskutiert werden wird.»

Die Linke-Landtagsabgeordnete Andrea Johlige hatte mehr Platz für die Geflüchteten gefordert. Sie warnte davor, dass noch mehr Flüchtlingsunterkünfte Hotspots der Pandemie in Brandenburg werden. Alleinreisende Geflüchtete müssten in Einzelzimmern untergebracht werden, Familien und Großfamilien brauchten mehr Räume, schlug Johlige vor.

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