Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Ministerium prüft Wiederhochfahren von Teststellen

12.08.2020 - Die Corona-Infektionszahlen in Brandenburg bewegen sich noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Die Landesregierung bereitet sich trotzdem auf einen Anstieg vor.

  • Teströhrchen liegen auf einem Tisch. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Teströhrchen liegen auf einem Tisch. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Angesichts der deutschlandweit steigenden Zahlen von Corona-Neuinfektionen plant Brandenburg nach Angaben des Gesundheitsministeriums, seine Test- und Abklärungsstellen im Land wieder hochzufahren und neue einzurichten. Insgesamt gebe es derzeit 18 Abklärungsstellen, darunter zwei an Krankenhäusern, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Mittwoch im Gesundheitsausschuss. «Da wird man sicher überprüfen müssen, inwieweit das hochgefahren werden muss».

Reiserückkehrer sollen der Ministerin zufolge zudem die Möglichkeit haben, sich auch in den niedergelassenen Arztpraxen testen zu lassen. Geplant ist, dass Ärzte dafür eine Pauschale von 15 Euro pro Test erhalten. Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) bezeichnete die Pauschale als «deutliche Unterfinanzierung». Auch Nonnemacher hält die Vergütung für nicht ausreichend. Es gebe etwas Unmut in der Ärzteschaft über die in Aussicht gestellten Beträge, sagte sie. «Da ist jetzt die Aufgabe, dass wir als Land möglicherweise noch einen Rahmenvertrag mit der Kassenärztlichen Vereinigung abschließen werden.» Die Gespräche dazu liefen.

Unterdessen sind am Flughafen Schönefeld laut Gesundheitsministerium innerhalb von sechs Tagen 3167 Reiserückkehrer auf das Coronavirus getestet worden. Nach Auswertung der Ergebnisse von 2608 Menschen fiel bei 2,2 Prozent der Test positiv aus, wie die Ministerin weiter mitteilte. Die Testungen wurden demnach zwischen dem 4. und 10. August vorgenommen.

Das Ergebnis überrasche sie «unangenehm», sagte Nonnemacher (Grüne). Zuvor habe an den Teststationen der Flughäfen Tegel und Schönfeld die Zahl der positiven Fälle noch bei einem Prozent gelegen. Das belege, wie wichtig die Tests seien, damit sich die Fehler vom Februar und März nicht wiederholten. Damals hatten sich Urlauber in Skigebieten außerhalb Deutschlands mit dem Coronavirus infiziert und hatten nach ihrer Rückkehr teils Kontakt zu vielen Menschen, bis ihre Infektion erkannt wurde.

Seit vergangenem Samstag (8.8.) gilt für Urlauber, die aus internationalen Risikogebieten nach Deutschland zurückkehren, eine Testpflicht auf das Coronavirus. Solange kein negatives Testergebnis vorliegt, müssen sich Einreisende aus Risikogebieten in Quarantäne begeben. Fällt der Test positiv aus, ist laut Gesundheitsministerium in jedem Fall eine zweiwöchige Quarantäne notwendig.

Welche Länder als Risikogebiete gelten, geht aus einer Liste des Robert Koch-Instituts hervor - derzeit stehen darauf etwa 130 Staaten von Ägypten über Russland bis zu den USA. Aus der EU sind Luxemburg, die belgische Provinz Antwerpen und die spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra darunter.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren