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Modellprojekt zum solidarischen Grundeinkommen läuft an

12.07.2019 - Berlin (dpa/bb) - Nach dem Senatsbeschluss in der Vorwoche läuft in Berlin die konkrete Umsetzung des Modellprojekts zum solidarischen Grundeinkommen an. Ab kommendem Mittwoch (17. Juli) um 8.00 Uhr können Arbeitgeber Stellen für das Vorhaben bei der Arbeitsverwaltung anmelden. Diese entscheidet dann über die Förderfähigkeit, wie es am Freitag hieß. Anschließend suchen die Jobcenter für die fraglichen Stellen interessierte Berliner aus, die zwischen einem und drei Jahren arbeitslos sind und bei dem Projekt mitmachen wollen. Über ihre Einstellung entscheidet aber allein der Arbeitgeber.

  • Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im Rahmen des bundesweit einmaligen Modellprojekts, das auch Alternativen zu Hartz IV aufzeigen soll, finanziert der Staat etwa 1100 Arbeitslosen sozialversicherungspflichtige Jobs im gemeinnützigen Bereich bei Landesunternehmen, Verwaltung oder sozialen Trägern. 50 Arbeitgeber aus diesem Bereich haben bereits angekündigt, Stellen anzubieten. Darunter sind die Verkehrsbetriebe BVG, kommunale Wohnungsbaugesellschaften, der Senat und Bezirke.

Die Projektteilnehmer arbeiten zum Beispiel als Mobilitätsbegleiter oder Hausmeister, helfen Obdachlosen oder übernehmen unterstützende Tätigkeiten in Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen - mit Aussicht auf eine dauerhafte Beschäftigung. Der von Regierungschef Michael Müller (SPD) angestoßene Modellversuch läuft zunächst fünf Jahre.

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