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Mord an Berlinerin vor 33 Jahren: Prozess neu aufgerollt

08.09.2020 - Fast auf den Tag genau 33 Jahre nach der Tötung einer jungen Mutter in Berlin-Neukölln ist der Prozess gegen den Verdächtigen neu aufgerollt worden. Der 61-Jährige soll die 30-jährige Frau in ihrer Wohnung überfallen und umgebracht haben - vor den Augen ihres zweijährigen Sohnes. Der Mann war im ersten Prozess vor einem Jahr wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Auf Revision des 61-Jährigen hob der Bundesgerichtshof (BGH) die Entscheidung des Landgerichts auf. Einer der Verteidiger erklärte am Dienstag zu Beginn des neuen Prozesses, sein Mandant weise die Vorwürfe zurück.

  • Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand. Foto: picture alliance / David Ebener/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand. Foto: picture alliance / David Ebener/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Polizei tappte in dem Fall lange im Dunkeln. Anfang 1991 waren die Ermittlungen den Angaben zufolge eingestellt worden. 2015 seien dann am Tatort sichergestellte Spuren mit neuen Methoden überprüft worden. Eine an der Kleidung der Getöteten sichergestellte DNA-Spur habe zu dem Angeklagten geführt. Nach Gewalttaten in den 1980er Jahren sei der genetische Fingerabdruck des Mannes in der Zentralen Datenbank des Bundeskriminalamtes (BKA) gespeichert gewesen.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich der Angeklagte am 18. September 1987 Zugang zur Wohnung der zweifachen Mutter verschafft habe. Er habe sie vergewaltigen und berauben wollen. Aus einem unbekannten Grund habe er den sexuellen Angriff abgebrochen. Um einer Strafverfolgung zu entgehen, habe er die Frau getötet. Er soll die Frau laut Anklage mit einem Pullover stranguliert und dann mit einem Messer mehrmals in ihren Hals gestochen haben. Der jüngste Sohn habe alles mitansehen müssen.

Der Angeklagte hatte im ersten Prozess von einem «Techtelmechtel» mit der Frau gesprochen. Er sei drei bis fünf Mal in der Wohnung der 30-Jährigen gewesen. Zum Tatzeitpunkt sei er auf einer Feier gewesen.

Der BGH entschied, dass im ersten Urteil die Würdigung eines herangezogenen DNA-Gutachtens rechtsfehlerhaft sei. Der Prozess wird am 15. September fortgesetzt.

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