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Müller will Berliner Partyszene strenger kontrollieren

25.09.2020 - In Berlin sind die Corona-Fallzahlen zuletzt wieder deutlich gestiegen. Was kann die Stadt dagegen unternehmen? Und wie geht es weiter mit der Gastronomie, wenn es zum Draußensitzen zu kalt wird?

  • Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister, sitzt im Berliner Abgeordnetenhaus. Foto: Jörg Carstensen/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister, sitzt im Berliner Abgeordnetenhaus. Foto: Jörg Carstensen/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat strengere Kontrollen für Feiernde in der Hauptstadt ins Spiel gebracht. «Es gibt natürlich auch illegale Partys, und dann muss man mit Polizeieinsatz da natürlich auch gegen vorgehen», sagte er in der ZDF-Talkshow «Maybrit Illner» am Donnerstagabend. «Wir machen das auch schon, aber das muss mit Sicherheit auch verschärft werden.»

In der Gruppe der 20- bis 40-Jährigen schössen die Infektionszahlen derzeit nach oben, stellte Müller fest. «Da haben wir nun mal die Situation, dass die sehr mobil sind, dass die in der Stadt viel unterwegs sind, dass die reisen, dass die eben auch feiern, auch vor den Gaststätten feiern. Darauf muss man eben reagieren und ich glaube auch mehr als wir es bisher getan haben.»

Die Berliner Corona-Werte sind in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Am Donnerstagabend meldete die Gesundheitsverwaltung einen Zuwachs um 238 Neuinfektionen - zum ersten Mal seit längerer Zeit wurde damit die 200er-Marke überschritten. Die aktuellen Werte sind Experten zufolge wegen der inzwischen stark erhöhten Zahl der Tests nur bedingt mit denen vom Frühjahr vergleichbar.

Berlin hat laut Robert Koch-Institut im Vergleich der Bundesländer nach wie vor die meisten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Sehr deutlich über dem Bundesschnitt lägen bei dieser Kennzahl auch Bayern und Hamburg, hieß es.

Müller forderte im ZDF ein vorausschauendes Vorgehen mit Blick auf die kommenden Monate, in denen sich die Situation noch verschärfen könnte. «Alle sagen uns, ihr müsst damit rechnen, dass es im Oktober, November, Dezember noch ganz anders kommen kann», sagte er. Es gehe darum, «sehr zielgerichtet vielleicht auch schon einen Vorratsbeschluss im Senat zu treffen, um dann sehr schnell reagieren zu können».

Der für Neukölln zuständige Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU) geht ebenfalls davon aus, dass sich insbesondere das Problem mit Partys im Herbst nicht erledigen werde. «Weil sich die Menschen von draußen, wo eine geringere Ansteckungsgefahr besteht, in die Innenräume verlagern, dort die Abstände nicht einhalten, singen, tanzen, Alkohol trinken», sagte er dem RBB. «Das wird steigende Zahlen zur Folge haben. Aber wir planen vorausschauend für die kommenden Monate, wir haben das im Blick.»

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) wollte mit der Berliner Gastronomie-Branche Maßnahmen für den Winter in der Corona-Krise besprechen. Eingeladen zu dem Gespräch am Freitagnachmittag waren die Bezirksbürgermeister sowie Vertreter der Tourismusgesellschaft Visit Berlin, der Industrie- und Handelskammer (IHK Berlin) sowie der Initiative Bars of Berlin. «Unser Ziel ist es, die Ausbreitung des Virus effektiv zu bekämpfen, Sicherheit und Vertrauen für die Gäste und vernünftige wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu garantieren», teilte Pop mit.

Der Dehoga-Landesverband wollte bei dem Treffen auf einheitliche Regelungen in den Bezirken pochen, etwa was das Aufstellen von Heizpilzen angeht. «Es geht darum, die Außenflächen winterfest zu machen», sagte der Hauptgeschäftsführer des Dehoga-Landesverbands, Thomas Lengfelder, am Freitag. Der Senat will die Ordnungsämter der Bezirke mehr in die Pflicht Nehmen. Außerdem steht ein Alkoholverbot zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten zur Debatte. So gelten beispielsweise dicht gedrängt Feiernde vor den Spätis als Problem.

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