Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Müller zieht es wohl in den Bundestag: Erklärung erwartet

10.08.2020 - Über die politische Zukunft von Berlins Regierungschef Michael Müller wird schon länger spekuliert. Nun scheint klar zu sein, wohin die Reise geht.

  • Michael Müller (SPD), Berlins Regierender Bürgermeister. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Michael Müller (SPD), Berlins Regierender Bürgermeister. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlins Regierender Bürgermeister und SPD-Landeschef Michael Müller will aller Voraussicht nach als Kandidat des SPD-Kreisverbandes Charlottenburg-Wilmersdorf in den Bundestag einziehen. Müller wolle voraussichtlich noch im Tagesverlauf seine Kandidatur für den gleichnamigen Wahlkreis verkünden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Parteikreisen. Zuvor hatte der «Tagesspiegel» darüber berichtet. Unklar war noch der genaue Zeitpunkt. Am Nachmittag (16.30 Uhr) war eine turnusmäßige Schalte des SPD-Landesvorstandes geplant.

Der Vorsitzende des Kreisverbandes, Christian Gaebler, der auch Chef von Müllers Senatskanzlei ist, sagte dem «Tagesspiegel», dass sich die Kandidatenlage noch am Montag klären werde. Müller ist seit 2014 Regierungschef in Berlin, seit 2016 in der rot-rot-grünen Koalition. Über die politische Zukunft des 55-Jährigen war schon seit längerem spekuliert worden. Im Herbst 2021 werden der Bundestag und das Abgeordnetenhaus neu gewählt - wahrscheinlich am selben Tag.

Müller hatte am Freitag erstmals öffentlich Interesse an einer Kandidatur bei der Bundestagswahl signalisiert. «Das werden wir in den nächsten Tagen gemeinsam in der Partei erörtern, wie das laufen wird», sagte er RTL/n-tv.

Müller kommt aus dem Berliner Stadtbezirk Tempelhof-Schöneberg. In dem gleichnamigen Wahlkreis will aber Juso-Chef Kevin Kühnert (31) für den Bundestag antreten. Daher war in Medien bereits diskutiert worden, dass als Alternative Charlottenburg-Wilmersdorf in Frage kommt. Dort war zuletzt indes auch Müllers Staatssekretärin in der Senatskanzlei, Sawsan Chebli, als mögliche Kandidatin im Gespräch.

Die SPD-Direktkandidaten in den Berliner Wahlbezirken werden in den kommenden Wochen und Monaten festgelegt. Dabei gibt es vielfach Gerangel. Kühnerts öffentliches Vorpreschen vor einer Woche war von manchen in der SPD als Affront gegen Müller gewertet worden. Der habe sich als langjähriger Regierungs- und Parteichef, aber auch als Fraktionschef im Abgeordnetenhaus und als Senator um die SPD und die Stadt verdient gemacht, hieß es. Da könne man nun nicht so mit ihm umgehen.

Klar ist schon länger, dass Müller die Führung der Berliner SPD abgibt. Am 31. Oktober wollen sich Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und der Berliner SPD-Fraktionschef Raed Saleh als neue Doppelspitze wählen lassen.

Am 19. Dezember sollen dann die Spitzenkandidaten für die Abgeordnetenhauswahl und die Bundestagswahl bestimmt werden. Allgemein wird schon länger davon ausgegangen, dass es auf Landesebene auf Giffey hinausläuft, die dann Regierende Bürgermeisterin werden will. Auf die Landesliste für den Bundestag könnte Müller auf Platz 1 gesetzt werden. Allerdings traut sich auch Kühnert die Spitzenkandidatur zu.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren