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Mutmaßlicher Kindesmissbrauch: Prozess gegen Judotrainer

21.04.2020 - Am Berliner Landgericht beginnt heute der Prozess gegen einen Judotrainer, der mehr als zehn Jahre lang minderjährige Jungen sexuell missbraucht haben soll. Die sieben Betroffenen hätten nach Angaben des Gerichts den heute 42-Jährigen als Vaterfigur angesehen und den Missbrauch sowie körperliche Züchtigungen über sich ergehen lassen. Angeklagt sind 32 Taten, zu denen es von 2006 bis 2018 in Sporthallen, der Berliner Wohnung des Angeklagten sowie auf Sportreisen im Ausland gekommen sein soll.

  • Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der angeklagte Judotrainer war nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft seit 2007 Vorsitzender eines von ihm gegründeten Judovereins in Tegel und arbeitete auch als Trainer. Im November 2019 wurde er festgenommen, nach einer Haftbeschwerde aber wieder freigelasssen. Seit Anfang April sitzt der Verdächtige nach einem neu gefassten Haftbefehl wieder in Untersuchungshaft. Weitere Missbrauchsfälle wurden angeklagt, in der ersten Anklage waren ihm 23 Fälle zur Last gelegt worden.

In der Vorwoche hatte bereits ein Prozess um Kindesmissbrauch in einem anderen Berliner Sportverein begonnen. Einem 50-jährigen Jugendwart in einem Angelverein werden 354 Fälle von sexuellem Missbrauch Minderjähriger zwischen Sommer 2012 und Oktober 2019 zur Last gelegt. Im Wohnwagen, auf einem Boot und im Bettenhaus des Angel-Vereins im Ortsteil Kladow soll sich der Angeklagte an sieben, ihm anvertrauten Jungen vergangen haben.

Dieser Angeklagte hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Derzeit sieht das Gericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit die Videoaussagen der Betroffenen an. Diese müssen nicht selbst vor Gericht als Zeugen erscheinen.

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