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Nach Schüssen am Kottbusser Tor acht Jahre Haft wegen Mordes

07.03.2019 - Berlin (dpa/bb) - Nach einem tödlichen Schuss auf einen 32 Jahre alten Mann in Berlin-Kreuzberg ist der Angeklagte zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht sprach den 24-Jährigen am Donnerstag des Mordes schuldig. Heimtückisch habe er im September 2016 am Kottbusser Tor drei Kugeln abgefeuert und das Opfer durch einen Schuss in den Rücken getötet, begründeten die Richter. Sie gingen von einer verminderten Schuldfähigkeit des deutsch-türkischen Angeklagten wegen massiven Drogenkonsums aus.

  • Handschellen liegen auf einem Tisch. Foto: Armin Weigel/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Handschellen liegen auf einem Tisch. Foto: Armin Weigel/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hintergrund der Tat sei «eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Leuten» gewesen, sagte der Richter. Worum es konkret ging, sei im Prozess offen geblieben. «Es gab dann ein Zusammentreffen der Streitparteien.» Dabei sei die Stimmung gekippt. Das spätere Opfer habe einem Mann aus der Gruppe des Angeklagten eine derart heftige Schelle versetzt, dass dieser zu Boden gegangen sei. Daraufhin habe der 24-Jährige geschossen - «mit bedingtem Tötungsvorsatz».

Der Angeklagte habe mit den Schüssen auf einen Angriff gegen einen Mann reagiert, der für ihn eine Vaterfigur gewesen sei, hieß es weiter im Urteil nach zehnmonatigem Prozess. Für den 24-Jährigen spreche, dass er 50 000 Euro an die Kinder des Opfers gezahlt habe. Zudem habe er aufrichtige Reue gezeigt.

Die Staatsanwaltschaft hatte zwölf Jahre Haft wegen Mordes gefordert, die Verteidigung einen Schuldspruch wegen Körperverletzung mit Todesfolge und eine Strafe von nicht mehr als sechs Jahren verlangt. Ihr Mandant habe gedacht, dass der 32-Jährige ebenfalls über eine Waffe verfügte, begründeten die Anwälte ihre Sicht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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