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Neue Markenkampagne künftig ohne «Vom Ich zum Wir»

23.09.2020 - In der neuen Markenkampagne für Berlin soll die Formulierung «Vom Ich zum Wir» nicht mehr verwendet werden. Um die öffentliche Wahrnehmung stärker auf das eigentliche Ziel zu fokussieren, habe man entschieden, auf dieses Satzfragment zu verzichten, teilte ein Sprecher von Berlin Partner am Mittwochabend mit. Die GmbH ist für die Hauptstadtkampagne mit dem zentralen neuen Slogan «Wir sind ein Berlin» verantwortlich. An der Formulierung «Vom Ich zum Wir», die zum Beispiel im «Offiziellen Account der Stadt Berlin» auf Twitter an prominenter Stelle zu lesen war und jetzt nicht mehr dort zu finden ist, wie der «Checkpoint»-Newsletter des «Tagesspiegel» (Mittwoch) berichtete, hatte es zuvor Kritik gegeben.

  • Der Fernsehturm und das Brandenburger Tor im Morgenlicht. Foto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Fernsehturm und das Brandenburger Tor im Morgenlicht. Foto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sie erinnert manchen an DDR-Propaganda. Der AfD-Abgeordnete Martin Trefzer hatte am Donnerstag den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) bei der Plenarsitzung im Abgeordnetenhaus gefragt, ob er wisse, dass die Formulierung schon in der DDR Verwendung gefunden habe. Müller hatte das verneint und die Kritik als «sehr weit hergeholt» bezeichnet.

Der Zeithistoriker Jens Schöne, stellvertretender Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur beim Land Berlin, erklärte daraufhin im «Tagesspiegel» (Freitag), «Vom Ich zum Wir» sei eine «kommunistische Parole» gewesen, mit der die Zwangskollektivierung in der Landwirtschaft durchgesetzt worden sei. Dabei seien Zehntausende von Bauernbetrieben enteignet worden.

Der Sprecher der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH erläuterte, die neue Kampagne solle ausdrücken, dass eine so vielfältige Stadt wie Berlin vom Miteinander lebe. «In einer der Erklärungen, in der wir dieses Kampagnenmotto beschreiben, verwendeten wir das Satzfragment «Vom Ich zum Wir». Es stellt ausdrücklich weder einen Slogan, Claim oder eine neue Markenformel dar, sondern wurde als Erläuterung verwendet, um einen demokratischen Grundgedanken dieser partizipativen Markenstrategie zu erklären.»

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