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Nicht mal halb so viele Gäste in Freibädern wie 2019

09.08.2020 - Es klingt ziemlich ernüchternd: Verglichen mit dem Supersommer 2019 haben es die Freibäder in diesem Jahr schwer. Aber das liegt eben nicht nur am Coronavirus - sondern auch am Wetter. Zumindest bis jetzt.

  • Freizeitsportler im Sommerbad Wilmersdorf. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Freizeitsportler im Sommerbad Wilmersdorf. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Badesaison in Berlin hat coronabedingt einige Besonderheiten. Das fängt beim Eintritt nur gegen Online-Ticket und für einen festgelegten Zeitraum an und hört bei den beschränkten Möglichkeiten in den Umkleiden noch nicht auf. So mancher blieb da lieber zu Hause. Im Vergleich zum vergangenen Sommer hatten die Berliner Freibäder bisher nicht einmal halb so viele Gäste.

So wurden für die 14 Sommerbäder der Berliner Bäder-Betriebe (BBB) sowie für das Strandbad Wannsee bis Ende Juli rund 527 000 Online-Tickets verkauft. Die Bäder durften wegen der Corona-Pandemie erst ab dem 25. Mai öffnen. Im gleichen Zeitraum 2019 habe es 1 344 000 Besucher gegeben, teilten die Bäderbetriebe auf Anfrage mit. Das waren 817 000 verkaufte Tickets mehr.

Allerdings sind die erheblich niedrigeren Zahlen nicht nur mit der Corona-Krise und den neuen pandemiegerechten Regeln für den Freibadbesuch zu erklären: Das Wetter spiele eine große Rolle, im vergangenen Jahr sei der Juni außergewöhnlich heiß gewesen, in den Bädern habe es deshalb Besucherrekorde gegeben, lautet das Zwischenfazit der Bäderbetriebe. «In diesem Jahr war der Sommer bis Ende Juli eher durchwachsen», so eine Sprecherin.

Der Vergleich mit der Saison vor zwei Jahren zeigt, dass die Freibäder in Corona-Zeiten gar nicht so schlecht dastehen: Die Zahl der Besuche in dem entsprechenden Zeitraum 2018 lag bei 582 000. Für die acht aktuell geöffneten verpachteten Freibäder liegen den Bäderbetrieben keine Zahlen vor.

In diesem Sommer gilt für den Eintritt in die Freibäder ein völlig neues Konzept mit Zeitfenstern, limitierter Besucherzahl und Online-Ticket-Verkauf. Die Online-Buchungen haben der Sprecherin zufolge bis auf wenige Probleme gut funktioniert. «Unser Hauptziel musste immer sein, Warteschlagen an den Bädern zu vermeiden, darum werden derzeit nur Tickets im Netz verkauft - mit Namensangabe, um Kontakte nachverfolgen zu können.» Der Einheitspreis liege deutlich unter dem normalen «Sommertarif».

Sowohl die Zeitfenster als auch die Besucherobergrenzen seien mehrfach angepasst worden. Aktuell sei die Zahl der Besucher auf etwa 16 200 pro Tag begrenzt. «Das sind etwa als 20 Prozent des Aufkommens an besucherstarken Tagen in Vor-Corona-Zeiten», so die Sprecherin weiter. «Diese 16 200 Tickets verkaufen wir aber nie, denn es gibt Bäder, die erreichen das Besucherlimit nicht, weil sie nicht so stark nachgefragt sind.» Andere seien täglich ausgebucht.

Finanziell betrachtet sei die Bilanz des Sommers nicht gut, erläuterte die Sprecherin. Für den Sommer rechneten die Bäderbetriebe mit einem Umsatzdefizit gegenüber dem Plan in Höhe von 2,2 Millionen Euro. «Aber wir haben das Baden unter Corona-Bedingungen möglich und damit sehr viele Kundinnen und Kunden sehr zufrieden gemacht.»

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