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Nonnemacher für Grünen-Kanzlerkandidatur

09.08.2020 - Noch stehen keine Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 2021 fest. Die Grünen liegen in Umfragen auf dem zweiten Platz hinter der Union. Warum sollen sie nicht auch eine Kandidatin oder einen Kandidaten aufstellen, meint Brandenburgs Grünen-Politikerin Nonnemacher.

  • Ursula Nonnemacher (Grüne), Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ursula Nonnemacher (Grüne), Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Brandenburgs Vize-Ministerpräsidentin Ursula Nonnemacher (Grüne) hält eine Kanzlerkandidatur ihrer Partei für gerechtfertigt. «Obwohl die Corona-Krise die Stunde der Regierung ist, haben wir im Bund als Oppositionspartei immer sehr gute Werte in Umfragen gehalten», sagte die Gesundheitsministerin der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. «Wir sind nicht so darauf fokussiert, aber warum soll eine Partei, die an zweiter Stelle im Ranking steht, keine Kanzlerkandidatin, keinen Kanzlerkandidaten benennen?»

Die Grünen-Politikerin wollte sich nicht festlegen, wer aus ihrer Partei Kanzlerkandidat für die Bundestagswahl 2021 sein könnte - auch ob Frau oder Mann, ließ sie offen. Mit Blick auf die Wahl und den möglichen SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz sagte Nonnemacher: «Was wäre im theoretischen Fall einer grün-rot-roten Mehrheit? Dann wird Herr Scholz Kanzler, weil die Grünen keine Kanzlerkandidatin aufgestellt haben? Das wäre doch völlig absurd!»

Die Debatte um eine Kanzlerkandidatur hatte Fahrt aufgenommen, als die Grünen hinter der Union in Umfragen auf dem zweiten Platz lagen. Im jüngsten ARD-«Deutschlandtrend» von Infratest dimap kamen CDU/CSU bei der Sonntagsfrage auf 38 Prozent, gefolgt von den Grünen bei 18 Prozent. Die SPD liegt bei 15 Prozent, die AfD folgt mit 11 Prozent.

Nach einer Forsa-Umfrage für das RTL/ntv-Trendbarometer im Juli hätte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) beste Chancen auf die Kanzlerschaft, wenn der Regierungschef direkt gewählt würde. Gegen Finanzminister Olaf Scholz als denkbaren SPD-Kandidaten käme er danach auf 40 zu 26 Prozent, gegen Grünen-Chef Robert Habeck als möglichen Kandidaten seiner Partei auf 46 zu 24 Prozent. Habeck könnte gegen den früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz als CDU-Kandidat mit 31 zu 26 Prozent punkten und gegen NRW-Ministerpräsident Armin Laschet mit 30 zu 21 Prozent.

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