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OB reist nach Lesbos: Besuch in Migrantenlager

27.02.2020 - Potsdam (dpa) - Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) ist am Donnerstag mit einer Delegation zu einer Reise nach Lesbos aufgebrochen. Die Situation vieler Menschen in den überfüllten Migrantenlagern auf den griechischen Ostägäisinseln ist dramatisch.

  • Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD). Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD). Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei dem Besuch zunächst in der Hauptstadt Athen sowie am Freitag auf der Insel Lesbos wollen die Teilnehmer der Reise, die von der Bewegung Seebrücke und der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) initiiert wurde, ein Zeichen für Humanität setzen. Zur Delegation gehören neben anderen auch der Bürgermeister der Stadt Rottenburg am Neckar, Thomas Weigel sowie der Prälat Martin Dutzmann, Bevollmächtigter des Rates der EKD. Der Berliner Staatssekretär für Integration, Daniel Tietze, habe krankheitsbedingt abgesagt, hieß es am Donnerstag.

Auf den griechischen Inseln im Osten der Ägäis leben in und um völlig überfüllten Migrantenlagern nach Angaben des Migrationsministeriums in Athen mehr als 42 000 Menschen. Bei Protesten gegen den Bau neuer Lager kam es in den vergangenen Tagen zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Kommunalpolitiker wie Schubert forderten bereits in der Vergangenheit Möglichkeiten für die unkomplizierte Aufnahme von im Mittelmeer geretteten Migranten. «Städte und Länder sind hilfsbereit, wollen aktiv werden, aber werden vom Bund blockiert», erklärte Liza Pflaum, Sprecherin der Bewegung Seebrücke, in einer Mitteilung vor der Reise. «Unsere Kommunen, unsere Städte und Gemeinden, müssen Zufluchtsorte für alle Menschen bleiben, die Hilfe und Schutz suchen.»

In Athen wird sich die Delegation unter anderem mit Vertretern von Hilfsorganisationen treffen, am Freitag will sie auf Lesbos das Lager Moria besuchen, einschließlich der Bereiche außerhalb des offiziellen Geländes. Geplant ist außerdem ein Treffen mit Kommunalpolitikern.

Die Organisation Seebrücke hatte sich im Sommer 2018 gegründet und fordert die Entkriminalisierung der Seenotrettung, sichere Fluchtwege und sichere Häfen für Flüchtlinge. Im Rahmen der Bewegung entstand das kommunale Bündnis «Städte Sicherer Häfen», dem 13 Städte angehören, darunter Potsdam, Berlin und Rottenburg am Neckar. Das Bündnis unterzeichnete im vergangenen Jahr gemeinsam die «Potsdamer Erklärung», mit der die Kommunen ihre Bereitschaft erklären, die aus Seenot Geretteten zusätzlich aufzunehmen.

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