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Ökolandbau: Brandenburg will mehr Anreize schaffen

01.01.2020 - Der Großraum Berlin und Brandenburg bietet einen riesigen Markt für regionale Produkte. Eine enorme Chance für die einheimische Landwirtschaft. Doch die Landwirte brauchen Unterstützung.

  • Axel Vogel (Grüne), Brandenburgs Agrarminister. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Axel Vogel (Grüne), Brandenburgs Agrarminister. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Potsdam (dpa/bb) - Brandenburg will Landwirten mehr finanzielle Anreize für die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft bieten. «Wir setzen auf die Anhebung der Umstellungsprämien», sagte Agrarminister Axel Vogel (Bündnis 90/Grüne) der Deutschen Presse-Agentur. Brandenburg liege derzeit unter dem Bundesdurchschnitt. Nachdem im Land zwischen 2012 und 2015 die Prämie ausgesetzt wurde, sei die Zahl der Öko-Betriebe und der ökologisch bewirtschafteten Flächen zurück gegangen.

Nun sollen unter anderem die Prämien für Gemüsebauern erhöht werden. Für die Finanzierung der notwendigen Kontrollen der Bio-Produkte solle es künftig einen Zuschuss geben, kündigte der Minister an. Geprüft werde zudem eine Existenzgründungsbeihilfe für junge Landwirte.

In Brandenburg wird der ökologische Landbau aus Mitteln der EU, des Bundes und des Landes finanziert. Pro Jahr werden dafür derzeit insgesamt rund 29 Millionen Euro ausgegeben. 2018 bewirtschafteten etwa 840 Betriebe rund 163 000 Hektar ökologisch.

Der von SPD, CDU und Grünen vereinbarte Koalitionsvertrag sieht vor, den Anteil der ökologischen Landwirtschaft in Brandenburg deutlich zu erhöhen. Mit derzeit 12 Prozent Flächenanteil liege das Land zwar über dem Bundesdurchschnitt von 9 Prozent. Aber: «Um die in der Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes festgeschriebene Erhöhung auf 20 Prozent zu erreichen, muss auch Brandenburg zulegen», sagte Vogel. Da im Ökolandbau der Ertrag zumeist geringer ausfalle, und die Umstellung finanziell zehrend ist, seien Anreize zur Umstellung und eine Honorierung der erbrachten gesellschaftlichen Leistungen wichtig. «Allerdings ist die Förderung nicht alles. Besonders entscheidend ist es auch, den Landwirtinnen und Landwirten Kontinuität und Planungssicherheit, wie durch sichere Absatzmärkte, zu bieten», betonte der Minister.

«Neben der finanziellen Förderung setzen wir auf einen Öko-Aktionsplan, den wir bis zum 2021 vorlegen», sagte Minister Vogel. Dabei gehe es um fundierte Ausbildung, qualitativ hochwertige Beratung sowie den Auf- und Ausbau von regionalen Wertschöpfungsketten, Vermarktungsstrategien oder Qualitätssiegeln. Zudem spiele die Verbraucheraufklärung eine wichtige Rolle.

Mit der bisherigen Förderung sei es Ackerbauern etwas leichter gefallen, auf Öko umzustellen. Die Krise auf dem Milchmarkt habe auch eine Reihe von Milchbauern bewegt, diese Richtung einzuschlagen. Gemüsebauern falle das jedoch schwerer, da sie traditionell einen hohen Bedarf an Arbeitskräften haben, die erst einmal zur Verfügung stehen müssen.

Letztlich sei es aber eine individuelle Entscheidung der Landwirte, wie sie ihren Betrieb führen möchten, betonte Vogel. «Wir setzen darauf, sowohl die konventionelle als auch die ökologische Landwirtschaft beim Umbau zu einer naturverträglicheren Landwirtschaft zu unterstützen», betonte er. Die Gründung eines Beratungs- und Kompetenzzentrums Landnutzung, Agrarökologie, Ökologische Produktion werde dazu vorbereitet.

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