Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Organisierte Kriminalität in Berlin weit verbreitet

24.09.2018 - Berlin (dpa/bb) - Nur mit mehr Fahndungsdruck und intensiverer Zusammenarbeit von Polizei, Justiz und Politik kann die organisierte Kriminalität in Berlin zurückgedrängt werden. Das betonten mehrere Experten am Montag bei einer Anhörung im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses.

  • Innensenator Andreas Geisel. Foto: Jörg Carstensen © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Innensenator Andreas Geisel. Foto: Jörg Carstensen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Innensenator Andreas Geisel (SPD) verdeutlichte, dass die organisierte Bandenkriminalität gerade in Großstädten und Stadtstaaten wie Berlin ein deutlich größeres Problem darstellt als in Flächenländern. Demnach führt die Kriminalpolizei derzeit in Nordrhein-Westfalen 111 Ermittlungskomplexe gegen organisierte Banden mit mafiösen Strukturen, in Bayern sind es 76 und in Berlin 68 umfangreiche Verfahren. Gerechnet auf die Einwohnerzahlen liegt Berlin mit seinen 3,7 Millionen Bewohnern weit vor den beiden großen Flächenländern mit 18 und 12 Millionen Einwohnern.

Geisel betonte, die kriminellen Mitglieder arabischstämmiger Clans machten dabei nur einen Teil der Bandenkriminalität aus. Ebenso seien deutschstämmige, bulgarische oder russisch-tschetschenische Gruppierungen aktiv. Er kündigte eine ressortübergreifende Beratungsrunde des Senats noch in diesem Jahr an.

Ein Vertreter des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) sprach von bundesweit 145 Millionen Euro als jährlichem Ertrag der großangelegten Bandenkriminalität. Davon seien zuletzt nur rund 16 Prozent beschlagnahmt worden. Diesen Anteil müsse die Justiz noch deutlich steigern.

Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) nannte die Zahl von acht arabischstämmigen Großfamilien mit rund tausend Mitgliedern, die in seinem Bezirk ansässig seien. Die Tätigkeitsfelder dieser mafiaähnlichen Clans würden inzwischen aber überall in der Stadt liegen.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren