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Parteien in Brandenburg: Viele neue Grünen-Mitglieder

12.01.2020 - Während SPD und Linke in Brandenburg mehr und mehr Mitglieder verlieren, können sich etwa die Grünen über Hunderte Neueintritte in ihrer Partei freuen. Die Gründe für die Mitgliederentwicklung der im Landtag vertretenen Parteien sind ganz unterschiedlich.

  • Das Logo von Bündnis 90/Die Grünen auf einem Aufsteller der Partei. Foto: Stefan Sauer/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo von Bündnis 90/Die Grünen auf einem Aufsteller der Partei. Foto: Stefan Sauer/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Potsdam (dpa/bb) - In Brandenburg haben vor allem die mitgliederstärksten Parteien im vergangenen Jahr mit Kommunal-, Europa- und Landtagswahl Federn lassen müssen. Andere Parteien wie etwa die Grünen oder die Freien Wähler haben Mitglieder dazugewonnen. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. «Parteien hatten einige Jahre mit Mitgliederschwund zu kämpfen. Dieser Trend ist aufgehalten», sagt SPD-Sprecher Arnulf Triller. Mit 6223 Mitgliedern ist die SPD aktuell noch die mitgliederstärkste Partei im Land, obgleich sie gegenüber dem Vorjahr 139 Mitglieder verloren hat.

Darauf folgt die CDU mit derzeit 5808 Mitgliedern. Das sind laut CDU-Generalsekretär Gordon Hoffmann zwar zehn Mitglieder weniger als vor einem Jahr, gegenüber 2017 aber eine leichte Steigerung von 17 Mitgliedern. Damals besaßen noch 6212 Brandenburger ein Parteibuch der Linken. Mittlerweile zählt diese laut ihrer Landesvorsitzenden Anja Mayer nur noch 5527 Mitglieder.

Deutlich zulegen konnten die Grünen in der Mark. 1979 Mitglieder, über 600 mehr als vor einem Jahr, zählt die Partei aktuell. «Weitere Personen befinden sich in der Aufnahmeschleife, bedingt durch die Winterpause», sagt Grünen-Sprecher Michael Mangold. Die Co-Vorsitzende Alexandra Pichl erklärte am Sonntag nach einer Klausur des Parteivorstands, die Grünen wollten es den neuen Mitgliedern ermöglichen, schnell aktiv zu werden: «Dazu wollen wir unter anderem Beauftragte einsetzen, die sich um Neumitglieder kümmern.»

Auch die Freien Wähler freuen sich über einen Mitgliederzuwachs. Derzeit gehören der politischen Vereinigung 801 Mitglieder an, wie der Landesparteivorsitzende Péter Vida informiert, ohne eine Zahl vom Vorjahr zu nennen.

Ebenfalls über mehr Mitglieder hatte die AfD in der Vergangenheit berichtet. Auf die aktuelle Anfrage der dpa hatte sie aber nicht geantwortet.

Gründe für die besagte Mitgliederzahlenentwicklung der im Potsdamer Landtag vertretenen Parteien gibt es viele. «Die Mitgliederentwicklung der Linken ist nach wie vor rückläufig, da insbesondere die altersbedingten Austritte und Sterbefälle schwerlich durch die Neueintritte kompensiert werden», erklärt Anja Mayer.

Dies gelingt der SPD im Land nach eigener Aussage allerdings wieder. Zuletzt habe der Effekt um den damaligen Kanzlerkandidaten Martin Schulz 2017 der Partei mehr Mitgliedschaften beschert. Laut Arnulf Triller falle die Entwicklung regional ganz unterschiedlich aus. «Dort, wo Städte wachsen und Orte viel Zuzug haben, haben auch wir einen stärkeren Mitgliederzuwachs», erklärt er.

Die CDU wittert nach dem Eintritt in die Landesregierung nun in Sachen Mitgliederzahlen wieder Oberwasser. Den Umstand will die Partei nutzen, um mehr potenzielle Wähler aber auch Mitglieder anzusprechen, wie Gordon Hoffmann betont. Voraussetzung dafür sei eine gute Regierungsarbeit. «Wir müssen am Kabinettstisch und am Stammtisch liefern», sagt Brandenburgs CDU-Generalsekretär.

Gründe für ihren Erfolg sind nach Aussage der Grünen unter anderem die Kernthemen Umwelt- und Klimaschutz, aber auch soziale Gerechtigkeit. Die aktuelle Debatte um den Klimawandel und breite gesellschaftliche Bewegungen wie etwa Fridays for Future würden viele Menschen dazu animieren, sich politisch bei den Grünen zu engagieren und das nicht nur in den Städten und im Berliner Speckgürtel. «Unsere Partei wächst in Brandenburg verstärkt in die ländlichen Regionen herein», sagt Michael Mangold.

Den Grund für die positive Mitgliederentwicklung bei den Freien Wählern sieht Péter Vida im allgemeinen Wachstum der Partei im Zuge der Kommunalwahlen 2019. «Da wir sehr viele Wählergruppen in unserem Netzwerk binden konnten, konnten wir viele Kandidaten aufstellen, von denen einige auch Neu-Mitglieder geworden sind», sagt der Landesvorsitzende.

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