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Politiker verurteilen Attacke auf Rabbiner

31.07.2019 - Ein jüdischer Geistlicher wird in Berlin beschimpft und bespuckt. Politiker zeigen sich solidarisch und stellen sich an die Seite des Rabbiners. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

  • Yehuda Teichtal, Rabbiner der jüdischen Gemeinde zu Berlin. Foto: Soeren Stache/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Yehuda Teichtal, Rabbiner der jüdischen Gemeinde zu Berlin. Foto: Soeren Stache/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin (dpa/bb) - Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat die Attacke auf den Rabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Yehuda Teichtal, verurteilt. «Berlin als «Stadt der Freiheit» ist auch und nicht zuletzt eine Stadt der Religionsfreiheit, in der alle Bürgerinnen und Bürger gleich welchen Glaubens ihre Religion frei und unbehelligt ausüben können», sagte der SPD-Politiker laut Mitteilung vom Mittwoch. «Das zu gewährleisten, ist eine zentrale staatliche Verantwortung.»

Wie die Jüdische Gemeinde am Mittwoch mitteilte, wurde Teichtal von zwei unbekannten Männern auf Arabisch beschimpft und bespuckt - in Begleitung eines seiner Kinder. Der Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernahm nach dem Vorfall vom Wochenende die Ermittlungen.

CDU-Fraktionschef Burkard Dregger sagte: «Der erneute antisemitische Übergriff auf den Rabbiner Teichtal ist eine Schande.» Es müsse nun ein Stoppsignal gesetzt werden. Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) twitterte: «Wir werden nicht nachlassen, den Antisemitismus in allen Erscheinungsformen zu bekämpfen. Herrn Rabbiner und seinem Kind habe ich meine persönliche Solidarität erklärt. Berlin steht an seiner Seite.»

SPD-Fraktionschef Raed Saleh erklärte, Antisemitismus habe in Berlin keinen Platz. «Der Angriff auf meinen Freund Rabbiner Teichtal ist ein Angriff auf uns alle», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Rabbiner Teichtal setzt sich seit Jahren für den interreligiösen Dialog ein und führt vor allem junge Menschen verschiedener Religionen und Lebenseinstellungen zusammen», so Saleh.

Der Geistliche stehe für eine plurale Gesellschaft in Berlin, in der das Judentum seinen festen Platz habe. «Ich wünsche mir, dass es sich in all seinen Facetten frei entfalten kann», ergänzte Saleh. «Mich macht wütend zu sehen, dass Menschen aufgrund ihrer Religion und Weltanschauung Ziel von Attacken werden.»

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