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Polizei zu Anti-Terror-Übung: Unser Plan ging komplett auf

25.03.2019 - Großbrände, Naturkatastrophen oder Terroranschläge stellen die zuständigen Behörden wie Polizei und Feuerwehr vor große Herausforderungen. Im Ernstfall muss alles sehr schnell und möglichst fehlerfrei gehen. Das muss geübt werden.

  • Polizisten gehen während einer Übung mit gezogenen Waffen in Richtung Boulevard Berlin in Steglitz. Foto: Paul Zinken © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Polizisten gehen während einer Übung mit gezogenen Waffen in Richtung Boulevard Berlin in Steglitz. Foto: Paul Zinken © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin (dpa/bb) - Die Berliner Polizei hat ein erstes positives Fazit ihrer großen Anti-Terror-Übung am Sonntag gezogen. «Unser Plan ging komplett auf, das was wir üben wollten, haben wir geübt», sagte der Leiter der Übung und Stabsleiter an der Polizeiakademie, Thomas Drechsler, am Montag dem RBB-Inforadio. Das Szenario mit dem Terroranschlag in einem Einkaufszentrum im Stadtteil Steglitz sei so entworfen worden, dass Streifenwagen-Besatzungen, alarmierte Hundertschaften sowie die Spezialeinsatzkommandos beteiligt gewesen seien.

Ob es Pannen gegeben habe, stehe noch nicht fest, sagte Drechsler. Das müsse man jetzt auswerten. Jeder beteiligte Bereich der Polizei habe viele Erfahrungen mitgenommen. «Jetzt kommt es darauf an, die Videos auszuwerten, die Schiedsrichter zu befragen: was hat nicht geklappt, wo hakt es. Meistens sind es ja Sachen der Kommunikation, wer redet mit wem, wer ist verantwortlich für welchen Bereich.» Entscheidend seien auch Fragen wie: «Wie schnell sind wir am Ort, wie schnell retten wir Personen.»

Mit der großangelegten Übung mit mehreren hundert Polizisten wollte die Polizei ihre aktuellen Anti-Terror-Konzepte überprüfen. Nach den islamistischen Terroranschlägen in Paris und auch auf dem Berliner Weihnachtsmarkt 2016 wurden frühere Konzepte verändert. Auch die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und den Berliner Verkehrsbetrieben BVG war Teil des Testlaufs.

In dem gespielten Szenario sollte es so aussehen, als sei ein Transporter in eine Menschenmenge gerast. Danach spielten 60 Schauspieler drei bewaffnete Terroristen mit Maschinenpistolen und Sprengstoffgürteln sowie Geiseln und Verletzte. Die alarmierten Polizeieinheiten sollten erst beim Eintreffen erfahren, dass es sich nur um eine Übung handelte. Zum Abschluss des Tests am Sonntagmittag sagte Drechsler: «Alle drei Täter wurden am Ende erschossen.»

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