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Profis sind gefragt: Friseursalons und Gartenmärkte offen

01.03.2021 - Zunächst spielt das Wetter noch nicht so recht mit und der Andrang in Gartenmärkten hält sich in Grenzen. In den Friseursalons ist hingegen von Beginn an gut zu tun. Brandenburg lockert die Pandemie-Beschränkungen.

  • Eine Kundin bekommt die Haare geschnitten. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Kundin bekommt die Haare geschnitten. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ein weiterer kleiner Schritt Richtung Alltag: Blumenläden und Gartenmärkte sind in Brandenburg seit Montag wieder offen und auch Friseure dürfen wieder die Haare ihrer Kunden schneiden. Seit kurz vor Weihnachten waren die Geschäfte wegen der Corona-Pandemie geschlossen.

In den Frisiersalons klapperten die Scheren, wurden Farbmittel gemixt und waren Föhns und Trockenhauben im Dauerbetrieb. In den vergangenen Wochen mussten die Kunden zur Selbsthilfe greifen, jetzt durften wieder die Profis ran.

In Brandenburg an der Havel schwitzten die Mitarbeiterinnen von Geschäftsführerin Brita Meißner schon seit dem Morgen. Der große Salon in der Wiener Straße war voll - wenn auch immer mit gehörig Abstand. Am Morgen gingen allein 65 Terminanfragen ein, das Telefon klingelte ununterbrochen. Der März ist Meißner zufolge schon nahezu ausgebucht.

In Schönwalde-Glien (Havelland) hat Friseurmeisterin Viola Seifert bereits am Morgen Bürgermeister Bodo Oehme unter der Schere. «Er hatte sich frühzeitig einen Termin besorgt», erzählt sie. Mit ihrem Team hat sie die Arbeitszeit auf eine Sechs-Tage-Woche ausgeweitet und sucht sogar noch eine Fachkraft, um den Ansturm bewältigen zu können. Seit Mitte Februar seien täglich etwa 30 Anfragen eingegangen, berichtet Seifert. Die meisten Kunden wollten einen «ordentlichen Schnitt». Auch Haarefärben stehe ganz oben auf der Liste.

Im Potsdamer Gartenbaubetrieb von Christian Buba blieb der erwartete Ansturm zunächst aus. «Ich hatte aber damit gerechnet. Es ist noch zu kalt, um Frühlingsblüher in den Boden zu setzen», sagt Buba. Er sei aber vorbereitet: Hornveilchen und Stiefmütterchen stünden parat. In den nächsten Tagen, bei den ersten warmen Sonnenstrahlen, werden die Kunden kommen, ist er sich sicher.

Auch in der Gärtnerei von Peter Schultz in Potsdam-Sacrow war es relativ ruhig am ersten Tag der nun möglichen Öffnung für seine Branche. «Die Pflanztische sind aber voll. Wir arbeiten weiter an dem Sicherheitskonzept.» Viele Pflanzen seien mittlerweile bereits im Freien platziert worden, um sie abzuhärten. Auch werde Raum in den Gewächshäusern benötigt: Dort werden Sommerpflanzen wie Geranien und Fuchsien, aber auch Gemüsepflanzen und Kräuter herangezogen.

Vereinzelt kamen am ersten Öffnungstag auch Kunden aus dem nahen Berlin, wo Gärtnereien und Blumengeschäfte vorerst weiter geschlossen bleiben müssen. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) bedauert das. «Wir synchronisieren uns mit Sachsen und mit Mecklenburg-Vorpommern, aber nicht mit Berlin», sagte sie in einer Sondersitzung des Landtags-Gesundheitsausschusses.

Seit Montag bietet die Landeshauptstadt Potsdam Schnelltests in Apotheken und Testzentren an. In 7 von 17 Teststellen, die abgefragt wurden, habe es 319 Schnelltests gegeben, sagte Stadtsprecher Jan Brunzlow. Alle seien negativ gewesen.

Die Brandenburger AfD forderte Landes- und Bundesregierung auf, unverzüglich eine nachvollziehbare Öffnungsstrategie vorzulegen. «Wir wollen endlich wissen, wann und unter welchen Bedingungen alle Schulen wieder geöffnet werden, wann und wie soziale Kontakte wieder erlaubt sein werden», sagte Birgit Bessin, stellvertretende AfD-Landesvorsitzende.

In der Hauptstadt ist nur ein Abholen der Ware nach telefonischer Bestellung möglich. Baufachmärkte bleiben auch in Brandenburg für den allgemeinen Publikumsverkehr weiter geschlossen - es dürfen nur angeschlossene Gartencenter im Freien vollständig öffnen.

In den Salons gelten strenge Hygienevorschriften: Kunden müssen eine medizinischen Maske tragen und für das Personal ebenso ist eine Mund-Nasen-Bedeckung vorgeschrieben. In Gartenmärkten und Blumengeschäften soll die Verkaufsfläche nach den Angaben überwiegend unter freiem Himmel liegen.

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