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Protest: Ärzte und Pfleger wechseln als Team die Klinik

17.02.2020 - Berlin (dpa/bb) - Das Berliner Auguste-Viktoria-Klinikum will die Betreuung von HIV-Patienten auch nach dem Weggang vieler Ärzte und Pfleger aus seinem Fachbereich Infektiologie aufrechterhalten. Nach einem Bericht des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) vom Montag hat ein Großteil des Medizin- und Pflegepersonals im Krankenhaus des landeseigenen Klinikkonzerns Vivantes gekündigt und ist geschlossen zum katholischen St. Joseph Krankenhaus in Tempelhof gewechselt.

  • Das Klinikschild steht auf dem Gelände des Auguste-Viktoria-Klinikums. Foto: picture alliance / dpa /Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Klinikschild steht auf dem Gelände des Auguste-Viktoria-Klinikums. Foto: picture alliance / dpa /Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Vivantes könne sich zu Personalangelegenheiten nicht äußern, sagte eine Sprecherin am Abend. Offene Stellen würden nachbesetzt. Die interdisziplinäre Versorgung von Menschen mit HIV bilde auch weiterhin einen Schwerpunkt der Klinik. Nach dem rbb-Bericht haben elf Ärzte und 27 Pflegekräfte bei Vivantes gekündigt und als Team ihren Arbeitgeber gewechselt.

Im Blog «Mypflegephilosophie.com» beschreibt eine Leasingkraft in einem Gastbeitrag den ungewöhnlichen Vorgang unter dem Titel «Die Selbstermächtigung einer Station». Danach soll der Personalschlüssel für die Betreuung der Patienten ein Grund für den Exodus bei Vivantes gewesen sein. In Tempelhof solle nun mit zehn Betten weniger bei gleicher personeller und ärztlicher Besetzung gearbeitet werden, heißt es.

Am Vivantes-Klinikum hat aber auch der Chefarzt der Infektiologie das Ruhestands-Alter erreicht. Der Fachbereich dort will sich neu aufstellen.

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