Prozess: Anschlag mit Auto auf A100 in Berlin

15.04.2021 Acht Monate nach einem mutmaßlichen Anschlag mit einem Auto auf der Berliner Stadtautobahn beginnt heute (11.00 Uhr) am Landgericht der Prozess gegen den Verdächtigen. Der 30-Jährige soll sich nach Justizangaben vor der Tat entschlossen haben, aus «wahnhaft religiösen und islamistisch geprägten Motiven» zufällig ausgewählte Menschen zu töten. Er habe mit seinem Wagen auf der A100 andere Verkehrsteilnehmer durch Kollisionen verletzen und töten wollen.

Eine Abschrift eines Haftbefehls liegt mit einem Strafrecht - Buch auf dem Tisch. Foto: Tom Weller/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dem Beschuldigten werden unter anderem versuchter Mord in drei Fällen, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und Unfallflucht zur Last gelegt. Der 30-Jährige soll am 18. August 2020 zunächst mehrere Autos gerammt haben. Dann sei er an einer Anschlussstelle auf einen Motorradfahrer zugerast und von hinten aufgefahren. Kurz darauf soll der Beschuldigte zwei weitere Motorradfahrer bei Crashs schwer verletzt haben.

Das Gericht hat 30 Verhandlungstage vorgesehen. Die Staatsanwaltschaft strebt die Unterbringung des Irakers in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Aufgrund einer psychischen Erkrankung sei er bei den Taten nicht oder nur vermindert schuldfähig gewesen, hatte das Gericht vor dem Prozess mitgeteilt.

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