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Prozess: Brandstifter zu Bewährungsstrafe verurteilt

11.06.2020 - Weil er gleich mehrere Brände legte, hat das Landgericht Potsdam einen 32-Jährigen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Der Mann hatte im Prozess gestanden, im Oktober und November 2012 zunächst mehrere Fahrzeuge sowie zwei Schuppen in Brand gesetzt zu haben. Bei einem Schuppen blieb es laut Staatsanwaltschaft Potsdam beim Versuch, in dem anderen starben demnach mehrere Kaninchen.

  • Das Metallschild neben dem Eingang zum Justizzentrum mit dem Roten Adler als Landeswappen und dem Verweis auf Amtsgericht, Landgericht und Staatsanwaltschaft. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche...

    Das Metallschild neben dem Eingang zum Justizzentrum mit dem Roten Adler als Landeswappen und dem Verweis auf Amtsgericht, Landgericht und Staatsanwaltschaft. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Gericht verurteilte den Angeklagten am Donnerstag wegen Brandstiftung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung, wobei vier Monate wegen rechtswidriger Verfahrensverzögerung als vollstreckt gelten, wie das Gericht mitteilte. Die Bewährungszeit betrage drei Jahre (Az: 210 KLs 3/20).

Der 32-Jährige hatte die Brände nach eigenen Worten aus Frust über seine damalige Arbeit und seine Partnerschaft gelegt. Daher habe er im Oktober 2012 auf dem Firmengelände seines damaligen Arbeitgebers in Mittenwalde (Dahme-Spreewald) zunächst mehrere Fahrzeuge in Brand gesetzt. Auch sein eigenes Auto sei darunter gewesen, laut Anklage tat er dies, um von sich abzulenken. Im November 2012 zündete der 32-Jährige dann zwei Schuppen in Zossen (Teltow-Fläming) an. Das erste Feuer konnte eine Zeugin nach Angaben der Staatsanwaltschaft löschen. In dem anderen Fall, einem Kaninchenstall, verendeten die Tiere.

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer zwei Jahre Haft auf Bewährung gefordert. Die Verteidigung plädierte laut Gericht auf eine Strafe von einem Jahr und neun Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt werden soll. Anklage und Verteidigung verzichteten demnach auf Rechtsmittel. Damit ist das Urteil rechtskräftig.

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