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Prozess gegen mutmaßlichen Terrorhelfer beginnt

25.04.2019 - Berlin (dpa/bb) - Wegen des Verdachts der Unterstützung von islamistischen Terroristen steht ab Dienstag ein 30-jähriger Mann vor dem Berliner Kammergericht. Der Mann aus Russland soll zwischen 2011 und 2015 von Deutschland aus Geld und Gegenstände an Mitglieder der Terrororganisation IS in Syrien geschickt haben, wie die Polizei in Brandenburg am Donnerstag mitteilte. Er soll Geld gesammelt und für die Verteilung gesorgt haben. Außerdem soll er andere IS-Anhänger bei der Reise von Deutschland nach Syrien unterstützt haben. Das LKA Brandenburg und die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelten gemeinsam.

  • Die Eingangshalle des Kammergerichtes Berlin. Foto: Tim Brakemeier/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Eingangshalle des Kammergerichtes Berlin. Foto: Tim Brakemeier/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Angeklagte soll in Berlin und Brandenburg zu einem islamistischen Netzwerk gehört haben. Dabei gab es auch Verbindungen zur Berliner Fussilet-Moschee, die 2016 auch der spätere Attentäter vom Weihnachtsmarkt, Anis Amri, besuchte.

Der Mann reiste demnach im Jahr 2011 mit seiner Frau und seinem Kind nach Deutschland ein. Sein Asylantrag wurde abgelehnt. Im Frühjahr 2015 reiste der Mann, der damals in Strausberg östlich von Berlin wohnte, nach Angaben der Brandenburger Polizei vermutlich nach Syrien. Später soll er über die Türkei nach Ecuador geflohen sein und von dort wieder in die Niederlande gereist sein. Im August 2018 wurde er wegen eines europäischen Haftbefehls in den Niederlanden festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert.

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