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Prozess gegen vorbestraften Autobrandstifter

10.01.2020 - Berlin (dpa/bb) - Ein mehrfach verurteilter Autobrandstifter, der wenige Monate nach seiner letzten Haftentlassung rückfällig geworden sein soll, hat vor dem Berliner Landgericht geschwiegen. Dem 30-Jährigen werden Anschläge auf Fahrzeuge in Berlin und Hamburg zur Last gelegt. Dabei seien 14 Fahrzeuge ganz oder teilweise ausgebrannt. Zu Prozessbeginn am Freitag gab das Gericht den Hinweis, dass bei einer Verurteilung des Angeklagten auch seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus oder die Anordnung von Sicherungsverwahrung in Betracht kämen.

  • Eine Statue der Göttin Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: Stefan Puchner/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Statue der Göttin Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: Stefan Puchner/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Laut Anklage soll er zwischen dem 1. Juli und 6. August 2019 in neun Fällen Autos angegriffen haben. Er habe jeweils einen Grillanzünder auf einen Reifen gelegt und diesen entzündet. Die Flammen hätten zum Teil auf umstehende Autos übergegriffen. Bei einem Anschlag in Berlin-Tiergarten hätten dichte Rauchschwaden zudem Schäden in Höhe von etwa 180 000 Euro an einem Haus verursacht. Nur durch Zufall seien Bewohner nicht verletzt worden. Die Anklage lautet unter anderem auf schwere Brandstiftung, versuchte gefährliche Körperverletzung sowie Sachbeschädigung.

Der Leiter einer damals eingesetzten Ermittlungsgruppe erklärte als erster Zeuge, der Angeklagte habe nach seiner Festnahme Anfang August ausgesagt, dass er manchmal aus Frust den Drang verspüre, Sachen zu zerstören. Niemals würde er Menschenleben gefährden. Drei der nun angeklagten Berliner Taten habe er gestanden. Der Angeklagte ist bereits drei Mal wegen Autobrandstiftungen verurteilt worden. Zuletzt erhielt er im Februar 2017 in Berlin zweieinhalb Jahre Haft. Der Prozess wird am Montag fortgesetzt.

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