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Pückler in Branitz: Neue Schau gibt private Einblicke

26.05.2019 - Er liebte gutes Essen und erlesene Gäste, er war Gartengestalter, Weltenbummler und Hausherr von Schloss Branitz: Hermann Fürst von Pückler-Muskau. Eine neue Dauerschau gibt erstmals private Einblicke.

  • Brigitte Fischer, Ausstellungsgestalterin, steht in einem Raum der neuen Dauerausstellung «Fürst Pückler. Foto: Patrick Pleul © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Brigitte Fischer, Ausstellungsgestalterin, steht in einem Raum der neuen Dauerausstellung «Fürst Pückler. Foto: Patrick Pleul © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Cottbus (dpa/bb) - Spreewaldkarpfen, gesundes Gemüse aus der Region und raffinierte Desserts - Fürst Pückler (1785-1871) war ein Feinschmecker und hatte gern Gäste. Erstmals gibt ab Sonntag (26.5.) eine neue Dauerausstellung im Schloss Branitz bei Cottbus private Einblicke in sein Leben. In der Schau «Fürst Pückler. Ein Europäer in Branitz» werden Stücke gezeigt, die etwas über seine Persönlichkeit und seine Vorfahren erzählen sollen.

In elf Zimmern werden Exponate zu sehen sein, wie die Kustodin der Ausstellung, Simone Neuhäuser, erklärte. Die Besucher könnten zum Beispiel erfahren, welche Gäste im Schloss verkehrten und wer Pücklers Förderer waren. Nachgestellt sind in den Zimmern Gerichte, die der Fürst auftischen ließ. Die Besucher können in einem noch erhaltenen Tafelbuch die Menü-Angebote lesen und - wer sie aß.

Pücklers «erweitertes Wohnzimmer» war nach Aussage Neuhäusers der Park rund um das Schloss. «Zuerst ging es ihm darum, im Jahr 1858 die direkte Umgebung des Schlosses zu gestalten», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Erst später habe er sich dem Umbau und der Inneneinrichtung des Schlosses gewidmet. Dabei half ihm auch der preußische Baumeister und Architekt Karl Friedrich Schinkel (1781-1841). Sogar die früheren Gestalter des Central Parks in New York hätten sich an Pückler orientiert, erzählte Neuhäuser.

Auch seine Reisen in den Orient sind in der Schau dokumentiert. Pückler unternahm sie zu Fuß, in der Kutsche und mit der Eisenbahn. «Ohne Reisen kann ich nicht schreiben, denn dann fehlt der Stoff und Romane aus der Luft zu greifen fehlt es mir an Fähigkeiten», hatte der Reiseschriftsteller einmal notiert. Die drei Orienträume werden im Sommer nach der Sanierung wieder für Besucher zugänglich sein, kündigte die Stiftung Fürst Pückler Museum Park und Schloss Branitz an.

Erstmals seit Jahren können die Besucher auch wieder die fürstliche Silberkammer besichtigen. Die mit Wappen verzierte Tafeldekoration, chinesische Vasen und sächsisches Porzellan erzählen von Pücklers Reichtum.

Schloss Branitz war der Alterssitz von Hermann Fürst von Pückler-Muskau. Dort hat er auch seine letzte Ruhestätte in einer Erdpyramide in einem See gefunden.

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