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Brutaler Überfall auf Senioren-Ehepaar: Angeklagter gesteht

19.01.2021 - Nach einem brutalen Überfall auf ein Senioren-Ehepaar in Berlin-Reinickendorf hat einer der drei Angeklagten seine Beteiligung zugegeben. Weil er «Geldsorgen» hatte, habe er mitgemacht, erklärte der 33-Jährige in dem Prozess um schweren Raub und gefährliche Körperverletzung, der am Dienstag vor dem Berliner Landgericht begann. Ihm sei vor der Tat allerdings nicht gesagt worden, dass sie sich gegen ein älteres Ehepaar richten würde. Die damals 75 und 78 Jahre alten Opfer waren laut Anklage in ihrer Wohnung geknebelt, gefesselt und mit einer Pistole bedroht worden. Mit einer Beute im Wert von rund 18 000 Euro seien die Täter geflohen. Im Prozess sind drei Männer angeklagt.

  • Justitia-Statue. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Justitia-Statue. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zwei maskierte Männer sollen am Abend des 19. August 2018 zunächst den 78-Jährigen in einem Hobbyraum neben der Wohnung des Paares bedroht und Geld gefordert haben. Sie hätten ihm Panzertape über den Mund geklebt und ihn mit Kabelbindern gefesselt, so die Anklage. Dann hätten sie ihn in seine Wohnung gedrängt. Dort sei auch die 75-Jährige geknebelt und gefesselt worden. Zuletzt hätten die Täter den Senior an einen Hometrainer gebunden, die Frau an den Backofengriff. Die Räuber erbeuteten demnach Geld, Münzen und Schmuck.

Der 33-Jährige soll mit einem bereits in einem früheren Prozess verurteilten Komplizen in die Wohnung der Opfer eingestiegen sein. Ein 31-jähriger Angeklagter soll im Fluchtauto gewartet und die Umgebung abgesichert haben. Dem dritten, im jetzigen Prozess Angeklagten wird Beihilfe zur Last gelegt. Er gilt als Tippgeber. Monate nach dem Überfall hatte eine an dem Panzerklebeband entdeckte DNA-Spur zu dem bereits verurteilten Mann geführt. Er erhielt im Sommer 2019 als 21-Jähriger eine Jugendstrafe von drei Jahren und acht Monaten.

Der 33-Jährige erklärte weiter, er sei nicht mit einer Pistole bewaffnet gewesen. Den Überfall habe der jüngere Komplize geplant. «Ich habe mich beteiligt, ich schäme mich sehr dafür», sagte der Mann. Die beiden Mitangeklagten schweigen zunächst. Der Prozess wird am 21. Januar fortgesetzt.

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