Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Risiko für Schweinepest bleibt hoch: Fester Zaun geplant

02.07.2020 - Im November 2019 gab es an der deutsch-polnischen Grenze den ersten Fall von Schweinepest. Deutschland schützt sich seitdem mit einem Zaun gegen die Einschleppung der Krankheit. Aus Sicht von Brandenburg reicht der aber nicht aus.

  • An einem Grenzpfeiler auf dem Deich am deutsch-polnischen Grenzfluss Oder steht ein Schutzzaun gegen die Afrikanische Schweinepest. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    An einem Grenzpfeiler auf dem Deich am deutsch-polnischen Grenzfluss Oder steht ein Schutzzaun gegen die Afrikanische Schweinepest. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Brandenburg ist die Gefahr einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Behördenangaben weiter hoch. Zwar seien in den vergangenen drei Monaten keine neuen Fälle der Seuche in Polen in der unmittelbaren Nähe der Grenze zu Brandenburg aufgetreten, teilte das Gesundheitsministerium mit. Da es in Westpolen etwas weiter weg aber weiterhin Funde infizierter Wildschweine gebe, sei das Risiko weiter hoch - besonders für den an der deutsch-polnischen Grenze liegenden Landkreis Spree-Neiße. Dort müsse man sich «auf einen fortwährenden Infektionsdruck einstellen», so Ministeriumssprecher Dominik Lenz.

Brandenburg will daher den 120 Kilometer langen, mobilen Elektrozaun entlang der Grenze im Bereich vom Kreis Spree-Neiße mit einem «festen Zaun» ersetzen. «Die Landesregierung hält feste Wildschweinbarrieren aus veterinärrechtlicher Sicht für erforderlich, um eine Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest durch infizierte Wildschweine nach Westen zu verhindern», hieß es. Die Errichtung werde vorbereitet, so Lenz. Ein Zeitpunkt sei allerdings noch offen.

Demnach hakt es auch deshalb, weil es für das präventive Aufstellen eines Zaunes derzeit an einer bundesweiten Rechtsgrundlage fehlt. Mehrere Länder wollen daher den Angaben zufolge am Freitag eine Bundesratsinitiative einbringen, die das Aufstellen zur reinen Vorsicht zulassen soll. Bis dahin jedenfalls gelte: «Sollte es einen ersten Fall hier geben, dann steht der Zaun schnell», so Lenz.

Ende Januar wurde in Polen ein Fall der für Menschen ungefährlichen Tierseuche zwölf Kilometer vor der Grenze zu Deutschland gemeldet. Der Fundort lag im Kreis Zaganski (Woiwodschaft Lebus). Laut einer Karte zur Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest des Fachportals «Agrarheute» wurde am 30. März ein infiziertes Wildschwein tot im Kreis Żary (Woiwodschaft Lebus), rund 10 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt, gefunden.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren