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Rund 150 Bahnhöfe in Brandenburg sollen attraktiver werden

23.05.2019 - Viele Bahnhöfe in Brandenburg sind in schlechtem Zustand. Einige Verbesserungen sind schon im Gang, weitere sollen folgen. Bahn und Landesregierung nehmen Bahnsteige, Aufzüge und Sitzgelegenheiten ins Visier.

  • Kathrin Schneider (SDP) ist zu sehen. Foto: Christoph Soeder/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kathrin Schneider (SDP) ist zu sehen. Foto: Christoph Soeder/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Potsdam (dpa/bb) - Die Deutsche Bahn will etwa die Hälfte aller rund 300 Bahnhöfe in Brandenburg innerhalb der nächsten zehn Jahre ausbauen und für Reisende komfortabler machen. «Wir installieren Aufzüge, erneuern Bahnsteigdächer, Treppenbeleuchtungen, bauen Bahnsteige neu», kündigte Bahn-Vorstand Ronald Pofalla am Donnerstag in Potsdam an. Außerdem solle die Fahrgast-Information mit Anzeigetafeln verbessert und WLAN-Hotspots eingerichtet werden. «Rund 380 000 Reisende werden von diesem Programm und den Maßnahmen, die sich dahinter verbergen, betroffen sein», sagte Pofalla.

Am Bahnhof Potsdam-Pirschheide sollen zum Beispiel neue Bahnsteige mit Wetterschutz errichtet werden, um künftig auch die Regionalbahn RB 22 zum Flughafen BER halten zu lassen. In Eisenhüttenstadt werden Aufzüge eingebaut, ein Blindenleitsystem eingerichtet und der mittlere Bahnsteig erneuert. Alle Projekte sollen insgesamt rund 170 Millionen Euro kosten, davon trägt die Bahn nach eigenen Angaben 102 Millionen Euro und Brandenburg etwa 68 Millionen Euro.

Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) sprach von einem großen Meilenstein. «Uns geht es um Planungssicherheit», sagte Schneider. Bisher sei jedes Projekt einzeln vereinbart worden, in der am Donnerstag geschlossenen Vereinbarung gehe es um etwa 150 Stationen in allen Teilen Brandenburgs. Für die Hotspots gibt es allerdings noch keinen Zeitplan.

Pofalla, der bis 2013 Kanzleramtschef unter Angela Merkel war, sagte: «Wenn ich mir die hohen Verkehre und die Pendlerverkehre zwischen Brandenburg und Berlin ansehe, dann gibt es Handlungsnotwendigkeiten, auf die wir reagieren.» Die Leiterin des Bahn-Regionalbereichs Ost, Jeannette Winter, sagte, nach den Plänen werde am Ende gemeinsam mit anderen Projekten eine Barrierefreiheit von fast 100 Prozent im Land erreicht. Sie habe erfahren, dass die bisherige Einschätzung in Brandenburg gewesen sei, das Land sei «ein ausgegrauter Raum».

Einige ausgewählte Projekte:

POTSDAM: Hauptbahnhof: Barrierefreiheit, Bahnhof Pirschheide: Neubau Bahnsteige, 2018-2022, Hauptbahnhof: mehr Sitzgelegenheiten, 2023-2025

COTTBUS: Zukunftsbahnhof - Bahnsteigverlängerung, Neubau Stationen, zusätzliche Zugänge, 2018-2022

FRANKFURT (ODER): Austausch von drei Aufzügen, 2018-2022, Erweiterung Sitzgelegenheiten, 2023-2025, Erneuerung Gesamtüberdachung Gleise 9-12, 2026-2028

BRANDENBURG AN DER HAVEL: Hauptbahnhof: Sanierung Bahnsteigdächer, 2018-2022, Austausch von drei Aufzügen, 2026-2028

KÖNIGS WUSTERHAUSEN: Erneuerung Bahnsteige 1, 2-3, vorbehaltlich des Ergebnisses des Förderprogramms i2030 für Berlin-Brandenburg, mehr Sitzgelegenheiten, 2023-2025

EISENHÜTTENSTADT: Grunderneuerung Bahnsteige, 2018-2022

WERDER (HAVEL): mehr Sitzgelegenheiten, Neubau Aufzug und Treppen zu neuer Personenunterführung, 2023-2025

GUBEN: Erneuerung Bahnsteige 1 und 2 mit Verlängerung, 2018-2022

WITTENBERGE: Austausch von zwei Aufzügen, 2018-2022, Austausch eines weiteren Aufzugs, 2026-2028

LÜBBEN, LÜBBENAU: Austausch von jeweils zwei Aufzügen, 2026-2028

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