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Sachsen-Anhalt schwitzt und badet: Genthin besonders heiß

26.06.2019 - Seit Tagen hat Hoch «Ulla» das Wetter im Griff und treibt die Temperaturen auf Spitzenwerte. Die heißeste Mittagspause Deutschlands erlebt am Mittwoch Genthin.

  • Ein Elefant freut sich über das kühle Wasser, das ein Tierpfleger in das Freigehege spritzt. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Elefant freut sich über das kühle Wasser, das ein Tierpfleger in das Freigehege spritzt. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Magdeburg (dpa/sa) - Hoch «Ulla» hat Sachsen-Anhalt am Mittwoch einen besonders heißen Tag beschert. In den Mittagsstunden war es in ganz Deutschland nirgendwo so heiß wie in Genthin (Jerichower Land), wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. Die Temperaturen dort zeigten 35,9 Grad Celsius. Die Meteorologen rechneten für Sachsen-Anhalt mit Topwerten von bis zu 37 Grad. Die Höchstwerte sollten am späten Nachmittag erreicht werden.

Zusätzlich belastend wirkten hohe Ozonwerte in vielen Orten des Landes. Zudem lässt die anhaltende Trockenheit die Waldbrandgefahr steigen. Bis zum Donnerstag sollte eine Kaltfront das Hoch «Ulla» vertreiben. Das sorgt laut DWD für eine Abkühlung um zehn Grad, die Temperaturen bleiben damit aber weiter im sommerlichen Bereich.

Schon am Dienstag hatten die Sachsen-Anhalter nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes den wärmsten 25. Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erlebt. Spitzenreiter war Bernburg mit 35,5 Grad. Damit erwies sich der Ort im Salzlandkreis einmal mehr als Hitzehochburg: Vorigen Juli wurde hier bereits der deutschlandweite Jahres-Topwert von 39,5 Grad gemessen.

Viele Menschen suchten angesichts der Dauersonne Abkühlung oder versuchten, die größte Hitze zu vermeiden. So starten viele Dachdecker dieser Tage schon kurz nach 06.00 Uhr morgens in den Arbeitstag und machen am frühen Nachmittag Schluss, wie der Obermeister der Dachdeckerinnung Magdeburg, Thomas Fischer, sagte. Der Brocken und die Harzer Schmalspurbahnen freuten sich über reichlich Besucherandrang. Auf dem höchsten Berg des Harzes zeigte das Thermometer gut 10 Grad weniger an als im Tiefland.

Allerdings gehörte der Harz zu den Regionen in Sachsen-Anhalt, in denen die Ozonwerte besonders schnell und weit in die Höhe schossen. Die Konzentration überschritt etwa in Wernigerode, Halberstadt und Friedrichsbrunn den Wert von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter, wie das Landesamt für Umweltschutz mitteilte. Ab diesem Messwert wirke Ozon vor allem für Kleinkinder und vorgeschädigte Menschen wie Asthmatiker gesundheitlich belastend.

Gegen Schwitzen hilft auch kühles Nass: Nicht nur die Sachsen-Anhalter suchten sich einen Platz im Freibad und am Badesee, auch die Elefanten im Magdeburger Zoo genossen eine zusätzliche Dusche aus dem Wasserschlauch.

Ein Spaziergang im schattenspendenden Wald ist hingegen in Sachsen-Anhalt nur eingeschränkt und unter größter Vorsicht möglich: Im Raum Wittenberg, im nördlichen Anhalt-Bitterfeld sowie im Salzlandkreis riefen die Behörden wegen der anhaltenden Trockenheit am Mittwoch die höchste Waldbrandstufe 5 aus, im Jerichower Land gilt sie bereits seit Dienstag. Dort ist das Verlassen der Waldwege verboten, Rauchverbot gilt in allen Wäldern.

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