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Schulstart: Mundschutz-Pflicht im Einzelhandel gefordert

27.04.2020 - Berlins Schulen öffnen wieder schrittweise. Die Schüler müssen sich an eine Reihe neuer Regeln halten. Gleichzeitig gilt ab Montag eine Maskenpflicht in Bussen und Bahnen.

  • Stühle stehen in einer Schule im Berliner Stadtteil Friedenau auf den Tischen. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Stühle stehen in einer Schule im Berliner Stadtteil Friedenau auf den Tischen. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlins Schulen öffnen ab Montag wieder. Aber so wie vor der Schließung Mitte März wird es nicht mehr sein. Den Auftakt bei der Rückkehr in die Schule machen die Zehntklässler. Erst in der Woche darauf sollen dann auch andere Jahrgangsstufen wieder unterrichtet werden. Sie alle müssen sich umgewöhnen: Klassen werden geteilt unterrichtet, Schülerinnen und Schüler müssen Abstandsregeln einhalten - auf dem Pausenhof genau wie im Klassenzimmer.

Zudem gilt von Montag an in Berlin eine Maskenpflicht im Nahverkehr. Zugleich ist eine Debatte entbrannt, dies im Einzelhandel ebenfalls einzuführen.

An den Schulen dürfte Unterricht im Schichtsystem für längere Zeit zum Normalfall werden. Die bisherigen Klassen werden dann geteilt und die Gruppen entweder räumlich oder zeitlich getrennt unterrichtet. Das stellt viele Schulen vor erhebliche organisatorische Probleme. Denn je nach Modell nimmt der Bedarf an Klassenräumen und betreuenden Lehrern erheblich zu. Je mehr Schüler wieder da sind, umso aufwendiger wird das Ganze. Und viele Lehrer dürfen gar nicht unterrichten - weil sie selbst zur Risikogruppe gehören, was das Unterrichten im Schichtsystem zusätzlich kompliziert macht.

Für den Schulstart erwartet der Berliner Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, Tom Erdmann, deshalb eine Reihe praktischer Probleme. Es werde regelmäßig Verstöße gegen das Abstandsgebot geben. «Das muss man einkalkulieren. Und damit steigt auch das Infektionsrisiko. Und entsprechend wird man die Schulöffnungen nur sehr langsam vollziehen können, um die Chance zu haben gegenzusteuern.»

Die Senatsbildungsverwaltung kennt die Sorgen der Eltern und der Schulleitungen, die Unsicherheit bei allen Beteiligten. Orientierung soll ein neuer «Musterhygieneplan» geben. Danach wird es an den Schulen vorübergehend Sportunterricht nur noch in sehr eingeschränkter Form geben, Chor- und Theaterproben gar nicht mehr.

Groß geschrieben wird dagegen das Thema Hygiene und Gesundheitsschutz. Die Reinigungskräfte in den Schulen sollen zum Beispiel Tische, Türklinken und Fenstergriffe, Treppen- und Handläufe sowie Lichtschalter in stark frequentierten Bereichen mehr als einmal täglich säubern. Und die Schülerinnen und Schüler sind aufgefordert, sich regelmäßig die Hände mit Seife zu waschen, um dem Virus möglichst keine Chance zu geben, den Schulbetrieb bald wieder lahmzulegen.

Ab Montag gilt außerdem für alle Berlinerinnen und Berliner eine Maskenpflicht in Bussen und Bahnen, die der Senat in der vergangenen Woche beschlossen hat. Verpflichtend sind allerdings nicht medizinische Schutzmasken. Als ausreichende Mund-Nasen-Bedeckung gelten einfache OP-Masken und selbstgenähte Modelle, aber auch ein Tuch oder ein Schal.

Der Regierende Bürgermeister, Michael Müller (SPD), hat angekündigt, dass bei Verstößen gegen die Maskenpflicht zunächst kein Bußgeld droht. Es soll auch keine Kontrollen geben, wie sie die Berliner CDU inzwischen gefordert hat. Brandenburg hat am Freitag ebenfalls eine Maskenpflicht beschlossen, die im Gegensatz zu Berlin auch den Einzelhandel umfasst. Die Berliner SPD ist ebenfalls dafür, dass beim Einkaufen eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen wird.

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sagte der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag: «Ich habe mir das sehr genau angeschaut und war wirklich erschrocken, dass nur ungefähr ein Fünftel der einkaufenden Menschen eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen haben.» Ähnlich wie im Öffentlichen Nahverkehr sei aber auch in den Geschäften der gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstand von 1,5 Metern nur schwer einzuhalten. «Ich halte deshalb auch dort eine Verpflichtung für unumgänglich», betonte sie.

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