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Schwarzarbeit im großen Stil? Geschäftsführerin angeklagt

02.08.2019 - Berlin (dpa/bb) - Die Geschäftsführerin einer Berliner Baufirma steht wegen mutmaßlicher Schwarzarbeit mit Millionenschaden vor dem Landgericht. Die 47-Jährige soll über Jahre hinweg Arbeitnehmer nicht ordnungsgemäß angemeldet und versichert haben. Ein Schaden von mehr als 5,7 Millionen Euro sei den zuständigen Sozialversicherungsträgern entstanden, heißt es in der zu Prozessbeginn am Freitag verlesenen Anklage. Zudem seien Lohnsteuern in Höhe von rund einer Million Euro hinterzogen worden. Der Anwalt der 47-Jährigen kündigte an, dass die Verteidigung alle Tatvorwürfe entkräften werde.

  • Landgericht Berlin. Foto: Sven Braun/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Landgericht Berlin. Foto: Sven Braun/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Geschäftsführerin werden 133 mutmaßliche Taten in der Zeit von Februar 2006 bis April 2011 zur Last gelegt. Die Frau sei alleinige Geschäftsführerin einer Baufirma, die im Tatzeitraum gegenüber Generalunternehmen Bauleistungen im Gesamtwert von rund 28 Millionen Euro erbracht und abgerechnet habe. «Eine Vielzahl ihrer Arbeitnehmer wurde dabei jedoch schwarz bezahlt», heißt es in der Anklage. Zur Verschleierung der Schwarzarbeit seien Scheinunternehmen gegründet worden, mit deren Hilfe Rechnungsketten inszeniert worden seien.

Nach jahrelangen Ermittlungen lautet die Anklage nun auf Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt, Betrug und Steuerhinterziehung. Die Verhandlung wurde nach der Verlesung der Anklage wegen einer Besetzungsrüge des Verteidigers unterbrochen. Das Gericht sei hinsichtlich der Schöffen vorschriftswidrig besetzt, beanstandete der Anwalt. Der Prozess wird am 6. August fortgesetzt.

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