Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Schwelbrände und Granatenfund erschweren Löscharbeiten

10.07.2019 - Die Feuerwehrleute in der Lieberoser Heide kämpfen weiter gegen die Flammen. Vor allem Schwelbrände machen den Einsatzkräften zu schaffen. Beim Löschen finden sie außerdem Munition.

  • Feuerwehrfahrzeuge stehen im Wald in der Lieberoser Heide. Foto: Julian Stähle © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Feuerwehrfahrzeuge stehen im Wald in der Lieberoser Heide. Foto: Julian Stähle © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Lieberose (dpa/bb) - Die Feuerwehrleute in der Lieberoser Heide kämpfen weiter gegen die Ausbreitung des Brandes. Vor allem mit Schwelbränden hätten die Einsatzkräfte zu tun, sagte der Sprecher des Landkreises Dahme-Spreewald, Bernhard Schulz, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Noch immer brenne es auf insgesamt rund 100 Hektar Fläche. Auch Brände in zwei Mooren innerhalb des Gebietes konnten nicht gelöscht werden. Die Moore werden an den Rändern weiter bewässert. Ein Ende der Löscharbeiten sieht Schulz noch nicht. «Die Einsatzleitung entscheidet von Tag zu Tag, in Abhängigkeit von Witterung und jeweiliger Lage vor Ort», sagte er.

50 Feuerwehrleute mit 20 Fahrzeugen sind nach Angaben von Schulz vor Ort im Einsatz. Ein Löschhubschrauber der Bundespolizei unterstützt die Feuerwehrleute, auch ein Erkundungshubschrauber ist in der Luft.

Erschwert werden die Löscharbeiten durch den Fund von Munition auf einem der Zufahrtswege. Wahrscheinlich handle es sich um eine Granate, sagte Schulz. Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes(KMBD) prüften nun, ob die Munition gesprengt werden muss oder entschärft werden kann.

Aufgrund der anhaltenden schwierigen Lage besteht nach Angaben von Schulz weiterhin die Großschadenslage. Der Landkreis habe die Einsatzleitung. Da sich die Löschung der Fläche noch Tage hinziehen werde, würde das Amt Lieberose andernfalls an seine Grenzen geraten, vor allem bei der Logistik solcher Großeinsätze.

Nach Angaben eines Landkreis-Sprechers konzentriert sich das Feuer weiter vollständig auf das munitionsverseuchte Gebiet eines früheren Truppenübungsplatzes zwischen den Ortschaften Byhlen und Klein Liebitz. Die Löschkräfte zwingt dies, besonders vorsichtig zu sein, weil Detonationen drohen.

Mit rund 27 000 Hektar war die Lieberoser Heide in der Brandenburger Niederlausitz einer der größten Truppenübungsplätze der DDR. Davor, in der NS-Zeit, hatte eine SS-Division von 1942 bis 1945 den Platz genutzt. 1947 übernahmen die sowjetischen Streitkräfte das Gelände. Bis 1992 wurden auf dem Truppenübungsplatz Munition und neue Waffentechnik getestet. Was genau in den Böden liegt, können Experten bis heute nicht klar sagen.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren