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Seenplatte von Berlin aus wieder befahrbar

13.04.2019 - Die Schleuse Garwitz öffnet wieder. Nur ein Trostpflaster für die Wassersportler, die von Berlin aus die Mecklenburgische Seenplatte erreichen wollen - denn die Schleuse Zaaren bleibt geschlossen. Experten erwarten ein schlechtes Jahr für die Freizeitschifffahrt.

  • Um fast vier Meter werden kleinere Schiffe in der Schleuse von Garwitz (Landkreis Parchim) gehoben oder gesenkt. Foto: Jens Büttner/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Um fast vier Meter werden kleinere Schiffe in der Schleuse von Garwitz (Landkreis Parchim) gehoben oder gesenkt. Foto: Jens Büttner/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Garwitz/Berlin (dpa) - Die Mecklenburgische Seenplatte ist vom kommenden Dienstag (16. April) an von Berlin aus wieder befahrbar. Die Bauarbeiten an der derzeit geschlossenen Schleuse Garwitz sind beendet, wie das Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg mitteilte. Dies bleibt jedoch der einzige Wasserweg aus dem Großraum Berlin und Brandenburg an die Mecklenburgische Seenplatte, da die Schleuse Zaaren noch bis zum 1. August gesperrt sein wird, wie Sebastian Dosch vom Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde mitteilte.

Der Weg von Berlin durch die Schleuse Garwitz führt über die Havel, die Elbe und die Elde-Müritz-Wasserstraße und ist mit mehr als 400 Kilometern fast doppelt so lang wie die Wasserstraße über die gesperrte Schleuse Zaaren. Darüber hinaus verlangten Bootsvermieter oft einen Bootsführerschein, wenn man auf der Elbe fahren will. Diese Route sei daher für die meisten Touristen nicht machbar, sagte Dosch. Für Charterunternehmen und Gastronomie sei 2019 ein Verlust in Millionenhöhe zu erwarten, denn jährlich passierten rund 10 000 Sportboote die Schleuse in Zaaren. «Das wird ein dunkles Jahr für die Freizeitschifffahrt.»

Der Nordosten ist nach Angaben des Schweriner Wirtschaftsministeriums das größte zusammenhängende Wassersportrevier in Deutschland und mit rund 7000 Beschäftigten ein bedeutender Wirtschaftszweig. Knapp zehn Prozent der Besucher im Land seien Wassertouristen, im Binnenland gebe es 7725 Bootsliegeplätze, an der Küste kämen noch einmal 14 000 hinzu. Für die mecklenburgische Seenregion sei der Wassertourismus wie ein Blutkreislauf, an dem auch viele andere Branchen hingen, sagte Tobias Woitendorf vom Tourismusverband MV.

Daher sei er froh, dass zumindest die Schleuse Garwitz zum Start der Saison wieder öffnet, sagte Woitendorf. Er hoffe trotz der geschlossenen Schleuse Zaaren auf eine gute Saison im Nordosten - schließlich sei die Mecklenburgische Seenplatte komplett befahrbar.

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