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Senator: Weniger registrierte Verbrechen in Corona-Zeiten

27.04.2020 - Die Zahl der registrierten Verbrechen ist in Berlin durch die Corona-Einschränkungen deutlich zurückgegangen. Die Straftaten während der Corona-Pandemie seien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum insgesamt um rund 23 Prozent zurückgegangen, sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Einen genauen Zeitraum nannte er nicht.

  • Innensenator Andreas Geisel (SPD) spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Paul Zinken/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Innensenator Andreas Geisel (SPD) spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Paul Zinken/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei den Sexualdelikten gebe es ein Minus von 41 Prozent, bei Rohheitsdelikten minus 19 Prozent, beim Diebstahl minus 33 Prozent, bei Vermögensdelikten 31 Prozent weniger und bei Straftaten in Bussen, Bahnen und auf Bahnhöfen einen Rückgang um 38 Prozent.

Gleichzeitig gebe es Anstiege beim Subventionsbetrug durch die Anträge bei der Investitionsbank Berlin (IBB), viele sogenannte Enkeltricks, bei denen alte Menschen betrogen werden, sowie Sachbeschädigungen durch politische Extremisten, sagte Geisel.

Die Polizei hatte zuletzt in der vergangenen Woche von einem starken Rückgang vor allem bei Taschendiebstählen, Autodiebstählen und Einbrüchen gesprochen.

Polizeipräsidentin Barbara Slowik sagte, bei den Notrufeinsätzen der Polizei zum Thema Gewalt gegen Frauen und in Familien gebe es seit Anfang März einen Anstieg um 34 Prozent. Vom 9. März bis 19. April seien das insgesamt 1853 Einsätze. Allerdings seien die konkreten Anzeigen, die aus den Einsätzen resultierten, nur geringfügig mehr geworden.

Oft ginge es letztlich nur um Ruhestörung, sagte Slowik. Weil die Nachbarn mehr zu Hause seien, gebe es mehr soziale Kontrolle in der Nachbarschaft, und es werde öfter die Polizei gerufen. Gleichzeitig sei das Verlassen der Wohnung durch potenzielle Opfer deutlich schwieriger geworden. Die Polizei schließe eine hohe Dunkelziffer nicht aus.

Die Anzeigen wegen Gewalt gegen Kinder hätten sich statistisch sogar von 662 auf 331 halbiert. Hier fielen allerdings Schulen und Kitas als aufmerksame Instanzen aus.

Es gebe bei den Fällen der häuslichen Gewalt auch keine Anstiege bei den Anti-Gewalt-Projekten und Frauenhäusern, nur die Opferhilfe habe einen leichten Anstieg, sagte Slowik. Eine Zunahme von fünf Prozent der Fälle verzeichne die Gewaltschutzambulanz der Charité. Grundsätzlich bitte die Polizei immer das Umfeld, bei Anzeichen für Gewalt die Polizei zu rufen: «Denn wir kommen lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.»

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