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Senator beklagt: Zoll wirbt offensiv Justizbedienstete ab

14.08.2019 - Berlin (dpa/bb) - Berlins Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) hat die offensive Abwerbung von Gefängnis-Bediensteten durch den Zoll beklagt. Allein im ersten Halbjahr hätten fünf Mitarbeiter die Vollzugsanstalt Heidering verlassen, um in die Bundesbehörde zu wechseln, sagte der Grünen-Politiker am Mittwoch im Rechtsausschuss des Abgeordnetenhauses. Dort würden sie wesentlich besser bezahlt und könnten Beamte werden.

  • Dirk Behrendt (Bündnis 90/Die Grünen), Justizsenator von Berlin. Foto: Christoph Soeder/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Dirk Behrendt (Bündnis 90/Die Grünen), Justizsenator von Berlin. Foto: Christoph Soeder/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Derzeit fehlen im modernsten Berliner Gefängnis Heidering von rund 180 Justizbediensteten laut Angaben zehn. Die Situation sei äußerst angespannt, die Gesundheitsquote der Mitarbeiter beklagenswert gering, so Behrendt.

Aus anderen Gefängnissen der Hauptstadt sollen nun 15 Mitarbeiter vorübergehend freiwillig in Heidering aushelfen. Die Bemühungen um bessere Arbeitsbedingungen würden fortgesetzt, versicherte Behrendt. Nach seinen Angaben bildet Berlin derzeit mehr als 300 Anwärter aus. Bei der Bezahlung wolle Berlin bis 2021 den Bundesdurchschnitt erreichen.

Die Gewerkschaft Strafvollzug kritisiert seit längerem, dass in Berlin neu ausgebildete Gefängnis-Mitarbeiter wegliefen. Der Landesvorsitzende Thomas Goiny sagte am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur, der Justizsenator tue zu wenig.

Erst Ende Juli hatte die Justizverwaltung eingeräumt, dass in den Männer-Haftanstalten Tegel, Heidering, Plötzensee oder Moabit Hofgänge und Besuchszeiten für Inhaftierte gekürzt würden, weil das Personal nicht reiche.

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