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Sexualstraftäter erneut wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht

18.02.2019 - Berlin (dpa/bb) - Ein verurteilter Sexualstraftäter, der wegen einer Justizpanne aus der Sicherungsverwahrung entlassen werden muss, steht erneut wegen Missbrauch eines Kindes vor dem Berliner Landgericht. Dem 57-Jährigen werden 21 Übergriffe auf ein damals achtjähriges Mädchen zur Last gelegt. Ein Verteidiger kündigte zu Prozessbeginn am Montag an, dass sein Mandant ein Geständnis ablegen werde. Dem Mann droht erneut die Verhängung von Sicherungsverwahrung.

  • Die modellhafte Nachbildung der Justitia steht auf dem Tisch eines Richters. Foto: Volker Hartmann/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die modellhafte Nachbildung der Justitia steht auf dem Tisch eines Richters. Foto: Volker Hartmann/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der 57-jährige Deutsche ist vielfach vorbestraft. 1992 hatte er im Vollrausch eine Frau getötet. Er wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Im Juni 2003 stand der Mann wegen Missbrauchs seines eigenen Sohnes vor Gericht. Er erhielt knapp sechs Jahre Gefängnis mit anschließender Sicherungsverwahrung. Im Juni 2015 aber musste er entlassen werden, weil das zuständige Gericht nicht fristgerecht überprüft hatte, ob von dem Mann noch eine Gefahr ausgeht. Es sei wegen «starker persönlicher Überlastung» des zuständigen Richters dazu gekommen, hieß es damals.

Im jetzigen Prozess geht es um Taten in der Zeit von Ende 2017 bis August 2018. Der 57-jährige Staplerfahrer soll im Stadtteil Buch eine sozial schwache Familie kennengelernt und sich an deren achtjähriger Tochter vergangen haben. Mehrfach habe er Übergriffe fotografiert, so die Anklage.

Ein Verteidiger sagte, der Angeklagte bekomme starke Medikamente und sei maximal zwei Stunden am Tag verhandlungsfähig. Das Gericht entschied, am zweiten Prozesstag am Mittwoch die behandelnde Ärztin des 57-Jährigen zu befragen.

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