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Sieben Premieren an der Staatsoper

25.03.2019 - Die Berliner Staatsoper hat unruhige Wochen hinter sich. Nach den Diskussionen um Daniel Barenboim schaut das Haus nach vorne und rückt das neue Programm in de Mittelpunkt - in eher ungewöhnlicher Form.

  • Ein Sightseeing-Bus fährt am Gebäude der Staatsoper Unter den Linden in Berlin vorbei. Foto: Jens Kalaene/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Sightseeing-Bus fährt am Gebäude der Staatsoper Unter den Linden in Berlin vorbei. Foto: Jens Kalaene/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin (dpa/bb) - Sieben Premieren und Wagners «Ring»: Die Berliner Staatsoper Unter den Linden nimmt nach den Turbulenzen um Generalmusikdirektor Daniel Barenboim die kommende Spielzeit in den Blick. Mit Regisseuren wie dem österreichischen Multimedia-Künstler André Heller und dem argentinischen Filmemacher Damián Szifron («Wild Tales»), die erstmals Opernregie führen, setze das Haus in der Saison 2019/20 auf neue Namen, wie die Staatsoper am Montag ankündigte.

Heller feiert sein Debüt mit Richard Strauss' «Rosenkavalier», die musikalische Leitung übernimmt Zubin Mehta, die Kostüme der österreichische Modedesigner Arthur Arbesser. Auch Szifron, dessen Film «Wild Tales» für einen Auslands-Oscar nominiert worden war, kommt ebenfalls als Debütant - für Camille Saint-Saëns' «Samson et Dalila». Daniel Barenboim übernimmt die musikalische Leitung.

Der Generalmusikdirektor wird die Staatskapelle auch bei Mozarts «Cosi Fan Tutte» leiten (Regie: Vincent Huguet). Und mit «Idomeneo» plant die Staatsoper eine weitere Mozart-Neuproduktion - mit Simon Rattle am Pult und der Regie des Briten David McVicar.

Die Staatsoper stellte ihr Programm am Montag nicht wie bisher auf einer Pressekonferenz vor, sondern verschickte die Saisonbroschüre per Mail und stellte sie in die Sozialen Medien. «Wir wollen eine neue Form der Vermittlung unserer Inhalte versuchen, bei der das Programm im Mittelpunkt steht», begründete Schulz die neu Darstellungsform.

Claus Guth bringt Modest Mussorgskys «Chowantschtschina» auf die Bühne, Vladimir Jurowsky, Chef des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin und designierter Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper, gibt dabei sein Hausdebüt. Eröffnet wird die Spielzeit von Barenboim mit Otto Nicolais «Die Lustigen Weiber von Windsor» (Regie David Bötsch).

Zu den Festtagen 2020 wird die Staatskapelle, die dann ihren 450. Geburtstag feiert, alle neun Beethoven-Sinfonien aufführen. Und zu Beginn der Saison steht auch noch Richard Wagners «Ring» auf dem Programm. Die Produktion des Belgiers Guy Cassiers, ursprünglich für das Schiller Theater konzipiert, wir nun erstmals in zwei Zyklen in der sanierten Staatsoper gezeigt.

Angesichts der Diskussionen um Barenboim sei es für die Staatsoper wichtig, dass die Präsentation «nicht überlagert» werde. Ein solches Programm wäre ohnehin ohne eine gute Atmosphäre im Haus nicht möglich. «Herr Barenboim ist dabei ein toller Partner.» In einem Video auf Facebook sagte Barenboim auf Englisch: «Wir wollen mit Ihnen in Verbindung bleiben und im Laufe der Spielzeit über Einzelheiten berichten», sagte der Dirigent.

Nach massiver Kritik ehemaliger Staatskapelle-Musiker am Führungsstil Barenboims hatte sich das Orchester hinter seinen Chef gestellt. Schulz hatte externe Unterstützung angekündigt und sich für eine «offene, wertschätzende Unternehmenskultur» ausgesprochen. Barenboim selbst hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Es gebe immer wieder Differenzen zwischen Dirigenten und Musikern. Die Vorwürfe seien Teil einer Kampagne vor dem Hintergrund seiner Verhandlungen mit dem Berliner Senat um eine Vertragsverlängerung über 2022 hinaus.

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